Stimmungsbarometer zur Schweizer Wirtschaft

IT-Manager fürchten die Konkurrenz

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Das Stimmungsbarometer "Swiss Business Pulse" stellt der Performance des Schweizer IT-Markts ein gutes Zeugnis aus. Das betrifft die vergangenen sowie die kommenden Monate. Doch trübt der hohe Konkurrenzdruck die Aussichten.

(Source: alphaspirit / Fotolia.com)
(Source: alphaspirit / Fotolia.com)

In den letzten 12 Monaten hat in der Schweiz die IT-Branche am besten performt. Zu diesem Ergebnis kommt der "Swiss Business Pulse – Das Stimmungsbarometer der Schweizer Top Leader" für Juli und August 2020. Bei der Umfrage hätten 114 Vertreter der Schweizer Wirtschaft aus dem Top-Management teilgenommen (Investoren, VR, CEOs, CIOs, CMOs und so weiter) und 66 aus den Management-Leveln 2 und 3.

Corona und die Digitalisierung zählen zu den grössten Herausforderungen

Die grösste aktuelle Herausforderung für das Schweizer Top-Management sei für 40 Prozent der Befragten das Coronavirus. Auf Platz 2 folge mit 10 Prozent die Neukundengewinnung, auf Platz 3 mit 6 Prozent die Digitalisierung und mit gleichviel Anteil der Fachkräftemangel.

Anders sieht es das Management Level 2 und 3. Auch hier findet sich mit 45 Prozent das Coronavirus auf Platz 1 der aktuell grössten Herausforderungen. Hingegen befindet sich auf Platz 2 mit 18 Prozent bereits die Digitalisierung.

Die IT-Branche und der -Markt werden wachsen

Zurzeit sei die Verhandlungsmacht der Lieferanten die Rahmenbedingung mit dem grössten Einfluss auf die IT-Branche. 86 Prozent der entsprechenden Vertreter teilen diese Ansicht. Den zweitgrössten Einfluss habe mit 77 Prozent die Bedrohung durch Ersatzprodukte.

Trotzdem soll die IT-Branche in den kommenden 12 Monaten wachsen: 46 Prozent des IT-Managements rechnet mit einem generellen Marktwachstum. Auch die Kapazität und die Auslastung des Markts werden gemäss 43 Prozent der Befragten steigen. 29 Prozent nehmen an, dass künftig fiskalpolitische Rahmenbedingungen einen höheren Einfluss auf die Branche ausüben werden.

Der Konkurrenzdruck trübt die Aussichten

Die Bedrohung durch Ersatzprodukte in der IT, welche derzeit die Rahmenbedingung mit dem zweitgrössten Einfluss darstellt, prägt auch spürbar die Aussichten auf die Branche und den Markt der kommenden 12 Monate. 49 Prozent der Befragten IT-Vertreter gehen davon aus, dass Produkte und Dienstleistungen in diesem Zeitraum austauschbarer werden. 37 Prozent nehmen ausserdem an, dass die Bekanntheit der Konkurrenzprodukte gleichzeitig steigen wird. Die Wettbewerbsintensität der IT-Branche soll sich in den nächsten 12 Monaten zur Rahmenbedingung mit dem grössten Einfluss entwickeln, wie 37 Prozent der Befragten annehmen. Bei Kunden werde in diesem Zeitraum die generelle Wechselgefahr zu Konkurrenzprodukten und -angeboten steigen, nehmen 51 Prozent der IT-Branchenvertreter an.

Doch werde auch der Differenzierungsgrad der Produkte in der IT-Branche gemäss 63 Prozent der Befragten höher. Ausserdem würden es neue Player schwerer haben, den Markteintritt zu schaffen. Der notwendige Kapitalbedarf hierfür wird grösser, wie 48 Prozent der Befragten annehmen.

Der Swico ICT Index vom Juni hat die Schweizer ICT-Branche ebenfalls unter die Lupe genommen. Weshalb die Branche trotz Corona vorsichtig optimistisch sein darf, erfahren Sie hier.

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