Seit Anfang Jahr

Nur noch Kaspersky: Bechtle Schweiz konsolidiert MSP-Geschäft

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von Coen Kaat

Seit Anfang Jahr setzt Bechtle Schweiz in Sachen Cybersecurity und Managed Services nur noch auf Kaspersky. An einem Round Table erläuterten die Unternehmen, was dies bedeutet und wie es zu diesem Ausbau der Partnerschaft kam.

(Source: James Thew / Fotolia.com)
(Source: James Thew / Fotolia.com)

Kaspersky und Bechtle Schweiz wollen ihre Zusammenarbeit verstärken. Dies gaben die Unternehmen in einem gemeinsamen virtuellen Round Table bekannt. Der Ausbau der Kooperation laufe bereits seit Anfang Jahr.

Konkret wolle Bechtle schweizweit in Sachen Cybersecurity und MSP künftig nur noch auf die Lösungen des russischen Sicherheitsanbieters setzen. Das Systemhaus will mit diesem Schritt seine "One Bechtle"-Strategie weiter vorantreiben.

Was es mit dieser Strategie auf sich hat, erklärte Hanspeter Oeschger, Bereichsvorstand Bechtle IT-Systemhaus & Managed Services Schweiz bei Bechtle, vergangenes Jahr am Bechtle IT-Forum. Mehr zu One Bechtle lesen Sie hier im Eventbericht zum IT-Forum 2019.

"Bei One Bechtle war es auch ein Thema, die Services der verschiedenen Anbieter zu konsolidieren", sagte Thomas Widmer, Business Development Manager Managed Services bei Bechtle Schweiz, während dem Round Table.

EDR, Sandboxing, Analysen und mehr

"Klassische Security auf Endgeräten bot Bechtle zuvor schon in verschiedenster Form an", sagte Widmer. "Das wird jetzt komplett auf Lösungen von Kaspersky konsolidiert und als Managed Services unseren Kunden angeboten."

Das Angebot umfasse Dienstleistungen wie etwa Endpoint Detection & Response (EDR) oder Sandboxing, aber auch Securityanalysen. "Firmen wollen heute viel mehr als nur eine Antiviren-Lösung", sagte Widmer. "Man muss auch aufzeigen können, wenn etwa derselbe Nutzer sich zeitgleich hier und in Singapur einloggt. Denn das dürfte ja eigentlich nicht passieren." Das MSP-Angebot werde noch ausgebaut, während es bereits ausgerollt wird.

Bechtle habe sich nach einer Evaluationsphase für Kaspersky entschieden. "Der Grund, warum wir uns für Kaspersky entschieden haben, war - neben den technischen Aspekten - weil wir auf Augenhöhe miteinander sprechen können", sagte Widmer.

Eine langjährige Partnerschaft

Auf Konzernebene arbeiten Kaspersky und Bechtle bereits seit 2012 in einer "sehr engen Partnerschaft" zusammen, ergänzt Walter Jäger, Country Manager Austria & Switzerland bei Kaspersky. Bechtle ist Platinum-Partner des Sicherheitsanbieters.

Walter Jäger, Country Manager Austria & Switzerland bei Kaspersky. (Source: zVg)

Ein wichtiger Grund, der aus Sicht Kasperskys für Bechtle sprach, ist dessen Präsenz in der Schweiz. Denn das Systemhaus hat nicht nur in der deutschsprachigen Schweiz, sondern auch in der Westschweiz zertifizierte Spezialisten vor Ort.

"Wir brauchen MSP-Partner wie Bechtle als Bindeglied zwischen unserer Expertise und den Kunden", sagte Jean-Claude Paquier, Senior Corporate Account Manager Threat Intelligence Services Switzerland & Austria bei Kaspersky. Denn viele Kunden wüssten gar nicht, was sie genau brauchen.

Nur noch Kaspersky, aber trotzdem herstellerneutral

Für Bechtle sei dies ein klares Commitment zur Zusammenarbeit mit Kaspersky. Aber: "Bechtle hat sich seit jeher bereits am Markt herstellerneutral positioniert", sagte Widmer. "Das wird grundsätzlich auch so bleiben." Lediglich im Bereich des Service-Geschäfts sei "der Groschen gefallen", sagte Widmer.

Jean-Claude Paquier, Senior Corporate Account Manager Threat Intelligence Services Switzerland & Austria bei Kaspersky. (Source: zVg)

Auf Kundenseite sei es nicht so relevant, von welchem Hersteller die Managed-Service-Lösungen kommen. Entscheidender seien viel eher Umfang und Qualität der Lösung. "Wie der Partner den Schutz gewährleistet, ist dem Kunden zweitranging", stimmte Jäger zu. "Der Partner steht für uns im Mittelpunkt, denn er verkauft diese Lösungen." Der Securityanbieter sieht sich selbst daher eher als wichtiger Baustein, der im Hintergrund agiert.

Kaspersky hat Ende 2019 sein Partnerprogramm angepasst und um eine Sparte für Managed Services Provider ergänzt. Zudem soll es einfacher sein, bestimmte Partnerstatus zu erreichen, wie Walter Jäger damals im Interview erklärte.

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