KOF-Studie

Supermärkte und Warenhäuser profitieren von Corona

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Der Detailhandel hat sich im Juli weiter erholt. Eine Studie der ETH-Konjunkturforschungsstelle zeigt, dass Händler die Lage nun ähnlich befriedigend wie vor der Pandemie bewerten. Bei genauerem Betrachten zeigt sich aber eine stärkere Polarisierung bei den Antworten.

(Source: Andibreit / Pixabay.com)
(Source: Andibreit / Pixabay.com)

 

Laut einer Umfrage der ETH-Konjunkturforschungsstelle (KOF) haben Detailhändler die Geschäftslage im Juli fast so gut beurteilt, wie vor dem Lockdown. Im Februar gaben etwa 65 Prozent der Umfrageteilnehmenden an, ihre Lage sei befriedigend. 20 Prozent bewerteten sie als gut und 15 Prozent als schlecht.

In der Umfrage vom Juli fallen die Antworten jedoch polarisierter aus. Nur 47 Prozent der Detailhändler stufen die Lage nun als befriedigend ein. Fast 30 Prozent als gut und 23 Prozent als schlecht. Die Zunahme an "gut"- und "schlecht"-​Antworten macht die stärkere Unterscheidung zwischen Verlierern und Gewinnern deutlich.

 

 

(Source: KOF Konjunkturforschungsstelle)

 

Supermärkte und Warenhäuser auf der Gewinnerseite

Für Supermärkte, Warenhäuser und den Versand- und Onlinehandel ist die Geschäftslage deutlich besser als vor Corona. Unterdurchschnittlich ist die Lage beim Lebensmittelhandel und dem Fachhandel mit Geräten aus der Kategorie Informations-​ und Kommunikationstechnik. Der stationäre Fachhandel mit Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker-​ und Einrichtungsbedarf verzeichnet eine durchschnittliche Lage.

Wie die KOF mitteilt, waren jedoch gemäss den Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) die Umsätze sowohl bei Letzteren als auch bei Fachhändlern aus der Kategorie Informations-​ und Kommunikationstechnik im Mai und Juni bereits deutlich höher als im Februar. Es gab aber in diesen beiden Sparten einen überdurchschnittlichen Preisdruck nach unten, während der Versand-​ und Onlinehandel die Preise kaum gesenkt habe, wie die KOF schreibt.

Laut der Forschungsstelle hängt die Entwicklung im Detailhandel in den kommenden Wochen vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Im Moment rechneten Händler mit einer wenig dynamischen, aber stabilen Entwicklung.

 

Gemäss der Halbjahresstatistik von FEA sind die Verkaufszahlen von Haushaltsgeräten in der Schweiz um rund 1 Prozent zurückgegangen. Hier lesen Sie mehr dazu.

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