Mate-40-Serie

Huawei präsentiert 3 Mate-40-Handys, bringt vorerst aber nur 1 nach Europa

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von Pascal Scherrer / Watson

Huawei hat am 22. Oktober zu einem Launch-Event geladen. Präsentiert wurden unter anderem die neue Flaggschiffserie Mate 40 sowie neue Over-Ear-Kopfhörer. Fast schon beiläufig hat Huawei auch eine Alternative zu Google Maps lanciert: Petal Maps.

Das Mate 40 Pro in Schwarz (Source: Huawei)
Das Mate 40 Pro in Schwarz (Source: Huawei)

Am 22. Oktober hat Huawei eine Reihe neuer Produkte vorgestellt. Darunter das Flaggschiff-Handy Mate 40 Pro. Alle neuen Produkte im Überblick:

Mate 40 Pro

Huawei lässt sich nicht unterkriegen und zeigt mit der Mate-40-Serie seine neuen Topmodelle. Trotzdem spürt man zumindest in Europa die Auswirkungen des US-Banns: Obwohl Huawei drei Versionen des Mate 40 vorgestellt hat, das Mate 40, das Mate 40 Pro und das Mate 40 Pro+, kommt nur die Pro-Variante nach Europa.

Auf der Vorderseite des Mate 40 Pro gibt es wie schon beim Mate 30 Pro ein Display, das sich fast 90 Grad um die Seitenränder wölbt. Huawei nennt dies "Horizon Display". Insgesamt misst der Bildschirm in der Diagonale 6,76 Zoll und löst mit 2772x1344 Pixeln auf. Bei der Bildwiederholungsrate setzt Huawei nicht wie viele andere Hersteller auf 120 Hertz, sondern nur auf 90 Hertz. Laut CEO Richard Yu ist das der ideale Kompromiss zwischen Stromverbrauch und Nutzererlebnis.

Huawei macht - ähnlich wie Apple mit den neuen iPhone-Modellen - den Megapixelwahn nicht mit und verbaut "nur" eine 50-Megapixelkamera. Huawei hat vor allem am Sensor gearbeitet, wodurch Fotos um einiges detailreicher und farbechter sein sollen als bei der Konkurrenz mit 108-Megapixel-Kameras. Ebenfalls hat Huawei den Sensor weiter vergrössert. Das ist vor allem bei schlechtem Licht ein grosser Vorteil, reduziert es das Bildrauschen doch deutlich.

Ein weiteres Novum hat Huawei unter dem Namen "Anti Distortion Lens" vorgestellt. Diese Funktion soll die Verzerrungen, die durch Smartphonelinsen beim Fotografieren entstehen, ausgleichen. Dadurch werden Motive auf Fotos laut Huawei exakt so wiedergegeben, wie sie in der Realität aussehen.

Auf der Vorderseite fällt auf, dass die Selfie-Kamera geschrumpft ist. Aus drei Linsen wurden zwei. Huawei sagt, man habe es geschafft, die Sensorik der letztjährigen dritten Linse in den anderen zwei unterzubringen. Überhaupt hat man ein Augenmerk auf die Verbesserung der Sensorik gelegt. Nebst einigen neuen Gesten, die nun verfügbar sind, ist die interessanteste Verbesserung wohl das Wegfallen des Always-on-Displays. Stattdessen schaltet sich das Display beim Mate 40 Pro nur an, wenn man auch auf dieses blickt. Möglich mache dies ein Sensor, der die Bewegung der Augen verfolgt, sobald man sich in der Nähe des Gerätes befindet. Das hat auch den Vorteil, dass das Display sich nicht mehr abschaltet, wenn man für mehrere Minuten einen Text liest, ohne den Finger auf dem Touch-Screen zu haben. Huawei nennt diese neue Funktion Eyes-on-Display (EOD).

Das Mate 40 Pro in der Farbe Mystic Silver (Source: Huawei)

Für ausreichend Power legt Huawei ein Netzteil bei, das mit 66 Watt auflädt. Zwar hätte man auch stärkere Netzteile bauen können, allerdings habe man nicht eine schnellere Ladezeit zulasten der Akkulebensdauer gewollt. Einen grossen Fortschritt hat Huawei beim kabellosen Laden gemacht. Mit dem hauseigenen Wireless Super Charger kann man das Mate 40 Pro mit 50 Watt aufladen. Damit ist das Mate 40 Pro kabellos schneller aufgeladen als das Vorgängermodell mit USB-C-Kabel.

Huawei verbaut im Mate 40 Pro seinen allerneusten Prozessor, den Kirin 9000. Dieser wurde bisher in noch keinem anderen Smartphone verbaut. Es ist der erste 5G-Prozessor, der im neuen 5-Nanometerverfahren gefertigt wurde. Laut Richard Yu soll der Prozessor 52 Prozent schneller sein als der Snapragon 865 Plus, der beispielsweise in der US-Version des Galaxy S20 verbaut wird.

Das Huawei Mate 40 Pro hat auf der Ober- und der Unterseite einen Lautsprecher verbaut, um Stereosound zu ermöglichen. Laut Huawei sei der Bass 150 Prozent stärker als noch beim Vorgängermodell.

Das Mate 40 Pro kann per sofort vorbestellt werden. Die Auslieferungen beginnen am 10. November. Das Gerät ist in den Farben Schwarz und Mystic Silver für 1199 Franken.

Nebst den drei Standardmodellen gibt es wie jedes Jahr auch eine Porsche-Edition.

Huawei-Chef Richard Yu stellt die neuen Kopfhörer vor. (Source: Huawei)

Huawei Freebuds Studio

Die Freebuds Studio kommen standardmässig mit Active Noise Cancelling (ANC) bis zu 40 Dezibel in den Verkauf. Eine Akkuladung soll für bis zu 24 Stunden Musikwiedergabe reichen, dann allerdings ohne ANC. Huawei hat seine Fast-Charging-Technologie in die Kopfhörer integriert. Auf dem Papier heisst das: Nach einer Ladezeit von 10 Minuten hat man wieder Strom für 8 Stunden Musikwiedergabe (auch hier ohne ANC).

Dank Bluetooth 5.2 lassen sich zwei Geräte gleichzeitig verbinden. Das Gewicht beträgt 265 Gramm, wobei die Treiber einen Durchmesser von 40 Millimetern haben. Die Kopfhörer sind ab Ende Oktober für 299 Franken in der Schweiz erhältlich.

Petal Maps

Mit Petal Maps stellt Huawei seine Alternative zu Google Maps vor. Die App kann unter anderem mit Gesten gesteuert werden. Wie umfangreich die Alternative ist, ging aus der Präsentation leider nicht hervor. Die App kann vorerst nur auf den neusten Huawei-Handys (P40-Pro-Reihe und Mate-40-Pro-Reihe) via App Gallery heruntergeladen werden.

So sieht die neue smarte Brille von Huawei aus. (Source: Huawei)

Eyewear 2

Ebenfalls vorgestellt hat Huawei die zweite Generation seiner smarten Brille. Mit dieser kann man unter anderem Musik hören oder Anrufe entgegennehmen. Kopfhörer sind dazu nicht nötig. Die Brille kann via Touch Control gesteuert werden und, wo verfügbar, auch via Sprachsteuerung. Dafür hat Huawei seine Sprachassistentin Celia weiter ausgebaut. Diese ist aktuell in fünf Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch. In der Schweiz hat Huawei Celia allerdings noch nicht lanciert.

Die Huawei x Gentle Monster Eyewear 2 sind ab Anfang November für 329 Franken in der Schweiz erhältlich.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Watson.ch

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