Update: Sunrise entlässt weniger Angestellte als geplant
Sunrise baut 147 Stellen ab. Der Telko streicht unter anderem auch Führungspositionen. Von der Umstrukturierung erhofft sich Sunrise eine Steigerung der Effizienz.
Update vom 5.2.2026: Nach einem Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmendenvertretung und der Gewerkschaft Syndicom passt Sunrise seine Restrukturierungspläne an. Statt der ursprünglich angedachten 190 Entlassungen kündigt der Telko neu 147 Angestellten, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Entlassungen erfolgen im laufenden Monat sowie im März 2026. Unter den Entlassenen seien "zahlreiche Führungspositionen". Da die effektivere Organisation insgesamt weniger Mitarbeitende benötige, seien aber auch Positionen ohne Führungsfunktion betroffen, fügt Sunrise hinzu.
Originalmeldung vom 9.1.2026:
Sunrise plant Abbau von 190 Stellen
Sunrise erwägt einen Abbau von 190 Stellen, darunter auch Führungspositionen. Damit will der Schweizer Telekommunikationsanbieter die Unternehmensstruktur vereinfachen und weiterentwickeln, wie Sunrise mitteilt. Die Massnahmen sollen kürzere Entscheidungswege und weniger Hierarchieebenen bringen. Zudem steigere der Einsatz neuer Technologien die Effizienz.
Zusammen mit der Arbeitnehmendenvertretung und der Gewerkschaft Syndicom wird Sunrise mit dem Konsultationsverfahren für die geplanten Entlassungen beginnen. Sollte das Verfahren zeigen, dass Entlassungen unvermeidlich sind, tritt für die betroffenen Mitarbeitenden der geltende Sozialplan ein, wie es in der Mitteilung heisst.
Der Sozialplan berücksichtige sowohl das Alter als auch die Dienstjahre des Mitarbeitenden. Mit einem sogenannten Newplacement Programm will Sunrise eine professionelle Unterstützung bieten, um eine Stelle zu finden. Zudem stellt der Schweizer Telko laut Mitteilung einen Fonds für Überbrückungsmassnahmen wie für Härtefälle oder Qualifizierungsmassnahmen bereit. "Mitarbeitende ab dem vollendeten 58. Altersjahr erhalten einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum Erreichen des 62. Altersjahres", wie es weiter heisst. Sunrise soll ausserdem für jene, die das 62. Altersjahr erreicht haben, mit Blick auf eine vorzeitige Pensionierung Beiträge leisten.
Der Telko will die jüngeren betroffenen Mitarbeitenden so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsmarkt integrierten. Wobei laut Unternehmen Sunrise Shop- und Kundendienst-Mitarbeitende mit direktem Kundenkontakt nahezu und die Lernenden vollkommen vom Stellenabbau ausgeschlossen sind.
Sobald das Konsultationsverfahren abgeschlossen ist, nehme Sunrise voraussichtlich im Februar und März 2026 die Entlassungen unter Berücksichtigung der Ergebnisse vor.
CCO verlässt das Unternehmen
Zusätzlich werde der Chief Consumer Officer (CCO) von Sunrise, Christoph Richartz, das Unternehmen unabhängig vom bevorstehenden Stellenabbau verlassen, wie ein Sprecher von Sunrise gegenüber "20 Minuten" bestätigte. Richartz übte die CCO-Funktion seit Herbst 2023 aus. Damals übernahm er die entsprechenden Aufgaben von Severina Pascu. Er war seit 2012 für Sunrise tätig.
Übrigens: HP plant mit der Einführung eines KI-Förderprogramms ebenfalls einen Abbau von 4000 bis 6000 Stellen bis 2028. Lesen Sie hier mehr dazu.
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