Editorial

Was der Blick in den Kühlschrank über Datenmüll verrät

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von Coen Kaat
Coen Kaat, stv. Chefredaktor "IT-MARKT". (Source: Netzmedien)
Coen Kaat, stv. Chefredaktor "IT-MARKT". (Source: Netzmedien)

Wie sieht es eigentlich in Ihrem Kühlschrank aus? Vielleicht geht es Ihnen da ja wie mir: Manchmal stehe ich davor und frage mich, ob das Gemüse zu wandern gelernt hat. Denn den Brokkoli habe ich sicherlich nicht selbst hinter die Milch gestellt. Und überhaupt, wo sind eigentlich die Kartoffeln?

Möglicherweise herrscht in Ihrem Kühlschrank aber auch eine perfekte Ordnung. Jede Karotte steht in Reih und Glied, flankiert von sonstigen Möhren und dahinter ein Rosenkohl-Bataillon. Ein ordentliches Kühlschrankmanagement also.

Der Vergleich mit Datenmanagement kommt nicht von ungefähr. Denn wie wir unseren Kühlschrank ordnen, soll auch etwas darüber aussagen, wie wir mit unseren Daten umgehen. Der russische Cybersecurity-Anbieter Kaspersky verglich daher vergangenes Jahr das Nutzerverhalen hinsichtlich digitaler Dokumente mit der Organisation im Kühlschrank.

Das Resultat: Fast alle Befragten, die ihren Kühlschrank zumindest einigermassen ordentlich halten, tun dies auch mit ihren Daten. Nämlich 95 Prozent – ich gehöre demnach zu den 5 Prozent mit einem Kühlschrank-Chaos und logisch angeordnetem Laufwerk. Zudem würden 88 Prozent derjenigen, die ihren Kühlschrank aufräumen, bevor sie in die Ferien gehen, auch die Inhalte auf ihren Laufwerken auf Vordermann bringen. Auch versehentlich Lebensmittel für den Kühlschrank doppelt einzukaufen kann gemäss der Studie ein Anzeichen für ein digitales Chaos sein. Zwei Drittel der Doppelteinkäufer sollen nämlich Mühe haben, Dokumente und Dateien an ihrem Arbeitsplatz zu finden.

Tipps für Ihren Kühlschrank bietet die aktuelle Ausgabe des «IT-Markt» zwar nicht. Dafür diskutieren die Experten im Po­dium darüber, worauf es beim Datenmanagement zu achten gilt. Mit dabei sind Dell, Faigle, Graphax, M-Files, Netapp, Simplyfile, Tim Storage Solutions und Veritas (ab S. 24).

Der Marktbericht (S. 21) befasst sich mit dem Schweizer All-Flash-Markt. Dieser ist zwar noch verhältnismässig klein, aber auf Wachstumskurs. Und alles über die unterschiedlichen Vor- und Nachteile von Flash-, Disk- und Tape-Medien im Storage-­Bereich lesen Sie im Hintergrundbericht (ab S. 34).

Mit dieser Ausgabe verabschiedet sich die Redaktion in die Winterpause. Ich wünsche frohe Festtage und alles Gute für 2021. Wir freuen uns, Sie im Januar wieder mit gedruckten Informationen zu bedienen. Bis dahin lesen Sie uns tagesaktuell auf ­it-markt.ch oder im «IT-Markt»-Newsletter. Und wenn Sie in die Weihnachtsferien gehen, denken Sie doch vorher noch rasch d­aran, den Bürokühlschrank, falls nötig, etwas auszumisten.

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