Bund will 5G-Blockade beenden - Mediziner stellen sich dagegen
Der Bund will mit dem Ausbau der 5G-Netze vorwärts machen. Eine Neuregelung der Strahlungsberechnung adaptiver Antennen soll die Blockade beenden. Der Verein Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz kritisiert den Schritt als "Grenzwerterhöhung durch die Hintertür".
Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat eine Vollzugshilfe für den Umgang mit neuen adaptiven Mobilfunkantennen präsentiert. Dies soll Klarheit darüber schaffen, wie die Strahlung dieser Antennen berechnet werden soll. Kantone und Gemeinden könnten nun den Ausbau der 5G-Netze voranbringen, ohne die geltenden Grenzwerte für den Strahlenschutz zu überschreiten, teilt das BAFU mit.
Die Neuregelung basiert auf Testmessungen, die der Bund im Sommer 2020 durchführen liess. Diese Testmessungen sollten zeigen, wie stark die Bevölkerung durch adaptive Antennen tatsächlich belastet wird. Adaptive Antennen senden Signale nicht gleichmässig in alle Richtungen, sondern strahlen gezielt in Richtung der Nutzerinnen und Nutzer.
5G-Kritik aus medizinischer Sicht
Der Verein Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) kritisiert die neue Regelung. Es handle sich dabei um eine "Grenzwerterhöhung durch die Hintertür", teilt der Verein mit. Kurzfristig dürften bestimmte adaptive Antennen die bewilligte Sendeleistung um das Zehnfache und noch mehr überschreiten, heisst es in der Mitteilung der AefU.
Neu solle der Grenzwert über 6 Minuten gemittelt werden. Diese Neuregelung der Strahlungsberechnung basiere auf Simulationsstudien und einmaligen Testmessungen, aus denen man nicht schliessen könne, dass das Schutzniveau der Anwohner erhalten bleibe.
Die neue Regelung nehme in Kauf, dass Anwohnerinnen und Mobilfunknutzer unnötig mit Strahlung belastet würden. "Eine solche Zunahme der Strahlenbelastung ist aus unserer ärztlichen Sicht gesundheitlich bedenklich und mit dem heutigen Wissenstand inakzeptabel", teilt der Verein mit.
Die Swisscom hat mobile 5G-Hotspots in die Schweiz gebracht. Dazu ist das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem kalifornischen Hersteller Inseego eingegangen. Mehr dazu finden Sie hier.
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