Intel gewinnt Klage gegen Patent-Troll
Der Chiphersteller Intel hat eine milliardenschwere Patentklage gewonnen. VLSI Technologies hatte Intel zwei Patentverletzungen vorgeworfen. Die erste derartige Klage im März 2021 hatte Intel verloren.
Intel hat derzeit mit einem Troll zu kämpfen. Für den Chiphersteller bedeutet dies jedoch keine Begegnung mit einem nordischen Fabelwesen, sondern eine Patent-Klage in Milliardenhöhe. Vor Gericht konnte Intel nun einen Erfolg gegen einen sogenannten "Patent-Troll" erzielen und eine Klage in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar abwenden, wie "Heise" berichtet.
Das amerikanische Unternehmen VLSI Technology hatte Intel zwei Patentverletzungen vorgeworfen. Es soll sich um Patente aus den frühen 2000er-Jahren im Zusammenhang mit MP3-Playern handeln. Intel habe für einen Stromsparmechanismus Technologie von VLSI verwendet.
Geschäftsmodell Patentklagen
VLSI stelle jedoch gar keine eigenen Produkte her, schreibt "Heise". Das Geschäftsmodell des Unternehmens bestünde daraus, Gewinne durch Patentklagen wie jene gegen Intel zu erzielen. Solche Unternehmen werden umgangssprachlich als "Patent-Trolle" betitelt. Auch die Streitsumme von 3 Milliarden Dollar sei laut Intel unverhältnismässig gewesen. Das US-Gericht gab dem Hersteller Recht.
Bereits im März 2021 war VLSI mit Intel vor das selbe Gericht gezogen. Damals wurde der Chiphersteller mehrerer Patentverletzungen schuldig gesprochen und zu 2,18 Milliarden Dollar Schadenersatz verurteilt. Intel kündigte an, das Urteil anzufechten.
Fabelwesen treiben sich übrigens auch im Schweizer Crypto-Valley herum, wie Sie hier lesen können.
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