Geschäftsjahr 2020

Bedag startet mit Umsatzplus und neuem Verwaltungsratsmitglied durch

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von Niara Sakho und cwa

Bedag Informatik schaut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 zurück. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz um zehn Prozent, der Gewinn liegt bei 5,7 Millionen Franken. Zudem wurde Marlene Arnold in den Verwaltungsrat gewählt. Der siebenköpfige Verwaltungsrat verzeichnet nun eine Frauenmehrheit.

(Source: bilderbox / Fotolia.com)
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Trotz der allgegenwärtigen Pandemie verzeichnete die Bedag Informatik eine zehn prozentige Umsatzsteigerung auf 94,5 Millionen und erzielt einen Gewinn von 5,7 Millionen. Dies gibt das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht 2020 bekannt. Zudem erhält Bedag ein neues Verwaltungsratsmitglied. In der ordentlichen Generalversammlung vom 26. April 2021 wurde Marlene Arnold in den Verwaltungsrat gewählt. Sie ersetzt Peter Wittwer, der altershalber zurücktritt. Arnold wird zudem den Vorsitz des Audit Committees übernehmen und damit die Funktion der Finanzspezialistin im Verwaltungsrat abdecken, wie die Bedag in ihrer Mitteilung schreibt. Sie ist die vierte Frau im siebenköpfigen Verwaltungsrat.

Bilanz

Die Bilanzsumme sei gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 72,1 Millionen Franken angestiegen. Sowohl Umlauf- wie Anlagevermögen hätten dabei leicht zugenommen. Das Verhältnis zwischen Umlauf- und Anlagevermögen habe sich dadurch unwesentlich verändert.

Erfolgsrechnung

Trotz Coronapandemie sei der Dienstleistungsertrag von Bedag Informatik von 86 Millionen Franken um 10 Prozent auf 94,5 Millionen Franken gestiegen. Möglich war dies gemäss Bedag dank stabilen und langjährigen Kundenbeziehungen. Als Folge davon stieg auch der Umsatzanteil mit dem Kanton Bern auf 76 Prozent. Im Rechenzentrumsbereich werde der in der Eigentümerstrategie des Kantons Bern angestrebte Wert von 80 Prozent indessen bereits per Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres übertroffen. Vom Gesamtumsatz entfielen 71 Prozent auf den Rechenzentrumsbetrieb inklusive Client-Geschäft und 29 Prozent auf die Entwicklung und Wartung von Branchen-, Fach- und Individuallösungen des Bereichs IT-Business-Services. Damit sei der Umsatzanteil dieses Bereichs im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Im Dienstleistungsaufwand seien namentlich die Ressourcenkosten angestiegen. So seien die Personalkosten um über 5 Millionen Franken auf 52,7 Millionen Franken gestiegen. Der Ausbau des Mitarbeiterbestandes um 39 Mitarbeitende auf insgesamt 421 Mitarbeitende sei im Einklang mit den strategischen Vorgaben erfolgt, die Kunden in neuen Digitalisierungsvorhaben zu unterstützen, die Security-Dienstleistungen auszubauen und neue Services im Client-Bereich an die Kunden auszurollen.

Umgang mit der Pandemie-Situation

Seit der H1N1-Pandemie im Jahre 2009/10 sei die Bedag mit Schutzkonzepten und einem Notfalldispositiv, welches laufend weiterentwickelt und jährlich einmal getestet werde, auf einen pandemischen Fall mit technischen, organisatorischen und hygienischen Massnahmen vorbereitet. Dies habe der Bedag im März 2020 eine sofortige und konsequente Umstellung ins Homeoffice ermöglicht. Rund 90 Prozent der Belegschaft der Bedag arbeitete praktisch von einem Tag auf den anderen im Homeoffice.

Die Finanzkommission des Kantons Bern empfiehlt dem Grossen Rat, 14 verschiedene Kredite für Informatikgeschäfte anzunehmen. Trotz verstärkter Zentralisierung kommt es zu Mehrkosten. Insgesamt geht es um 428,1 Millionen Franken. Mehr dazu, lesen Sie hier.

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