IBM Quantum System One

Deutschland weiht seinen ersten kommerziellen Quantencomputer ein

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von Eric Belot und kfi

IBM Europe und die Fraunhofer-Gesellschaft haben am Dienstag den ersten Quantencomputer Deutschlands eingeweiht. Unternehmen und Forschungseinrichtungen "jeder Grösse" sollen den IBM Quantum System One mieten können.

Der Quantencomputer soll Unternehmen und Forschungseinrichtungen gegen Miete zur Verfügung stehen. (Source: IBM DACH)
Der Quantencomputer soll Unternehmen und Forschungseinrichtungen gegen Miete zur Verfügung stehen. (Source: IBM DACH)

Im deutschen Ehningen haben am Dienstag IBM Europe und die Fraunhofer-Gesellschaft den ersten Quantencomputer Deutschlands eingeweiht. Es handelt sich beim IBM Quantum System One laut "Spiegel" um den europaweit leistungsstärksten Quantencomputer im industriellen Kontext. Entwickelt wurde der Computer in den USA. Den Prototyp für den Quantum System One stellte IBM bereits anfang 2019 vor, wie Sie hier nachlesen können.

Um Quantencomputer soll Komplex entstehen

Der in Deutschland installierte Quantencomputer verfügt über eine Rechnerleistung von 27 Qubits. IBM-Europe-Chairman Martin Jetter kündigt gemäss "Spiegel" an, das Unternehmen wolle bis 2023 einen Quantenrechner mit über 1000 Qubits Rechnerleistung entwickeln.

Der Quantenrechner sei seit November 2020 in Deutschland. Seit Februar 2021 nutze die Fraunhofer-Gesellschaft den Computer bereits. Gemäss Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, sollten Unternehmen und Forschungseinrichtungen "jeder Grösse" die Möglichkeit erhalten, den Quantencomputer zu nutzen. Die Miete dafür betrage 11'621 Euro im Monat.

Wie es im Bericht weiter heisst, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, es gebe Pläne, in Deutschland einen ganzen Komplex rund um Quantencomputer zu bauen. Dies fördere die Bundesregierung mit zunächst zwei Milliarden Euro aus der Bundeskasse. Das Konzept beinhalte unter anderem, Einrichtungen zur Entwicklung von Hardware sowie für die Entwicklung von Software und Anwendungen aufzubauen. Bis in Deutschland derart entwickelte Hardware eingesetzt werden kann, könnte es laut Neugebauer noch einige Jahre dauern.

Übrigens: IBM hat einen Zwei-Nanometer-Chip präsentiert. Er soll leistungsfähiger sein und viel Energie einsparen können im Vergleich zu grösseren Chips. Derweil schläft die Konkurrenz aber nicht. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

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