Sunrise UPC soll Milliarden investieren und Swisscom-Kunden abwerben
Sunrise UPC will in den nächsten fünf Jahren rund 3 Milliarden Franken in den Schweizer Markt investieren. Ein Grossteil soll in das 5G-Netz fliessen. Laut dem Chef des Mutterkonzerns Liberty Global will der Telko damit Marktführer Swisscom angreifen.
Sunrise UPC geht auf dem Schweizer Markt all-in. Mike Fries, Chef des US-Mutterkonzerns Liberty Global, legte in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" die Karten des Telekom-Anbieters auf den Tisch. In den nächsten fünf Jahren wolle Sunrise UPC rund 3 Milliarden Franken investieren, kündigte Fries an. Das Gros der Investitionen soll in den Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes sowie das Aufrüsten des Festnetzes fliessen, wird Fries unter anderem von "Watson" zitiert: "Wenn wir diese nicht tätigen wollten, könnten wir gerade so gut aussteigen."
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Angriff auf Branchenprimus Swisscom
Seit November 2020 gehört Sunrise der UPC-Muttergesellschaft Liberty Global, seit Mai diesen Jahres agieren die beiden Telkos auch juristisch als ein Unternehmen. Mike Fries sieht den kombinierten Kundenstamm als Ass im Ärmel von Sunrise UPC, das grosses Potenzial für Cross-Selling biete: "Wir können beim bisherigen UPC-Kundenstamm für mobile Dienste werben und dem bisherigen Sunrise-Kundenstamm Festnetz-Produkte anbieten."
Im Kampf um Marktanteile wolle das Unternehmen auch die Swisscom angreifen und dem Marktführer Kunden abjagen. Im Vordergrund stehe das B2B-Geschäft, wo Sunrise UPC zuletzt niedrige Marktanteile zu verbuchen hatte. Doch auch im Privatkundenbereich werde der Telko "aggressiv sein", wird Fries zitiert. Die Schweiz sei für seinen Konzern ein Kernmarkt, sagte Fries, der sich nun auch einen Börsengang vorstellen kann. "Es ist möglich, dass wir Sunrise UPC an die Börse bringen, um Schweizer Investoren die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen." Liberty Global wolle jedoch in jedem Fall Hauptaktionärin bleiben.
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