ETH Lausanne führt Master in Informatik für Lehrkräfte ein
Die Technische Hochschule Lausanne und die Pädagogische Hochschule des Kantons Waadt lancieren einen Masterstudiengang in Informatik für die Lehre. Damit soll der Bedarf an Lehrkräften in den Maturitätsschulen gedeckt werden. Ab 2022 wird Informatik ein Pflichtfach an der Sekundarstufe II.
Die Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne (EPFL) und die Pädagogische Hochschule des Kantons Waadt (HEP Vaud) haben die Einführung eines Masterstudiengangs mit Spezialisierung auf Informatik für Lehrkräfte angekündigt. Das geht aus einer Mitteilung der EPFL hervor. Da Informatik ab dem Jahr 2022 ein Pflichtfach in den Schweizerischen Maturitätsschulen wird, will man so den Bedarf an Lehrkräften decken.
"Früher war das Unterrichten wahrscheinlich nicht die Hauptmotivation vieler Informatikstudenten, insbesondere als sich der Informatikunterricht in den Sekundarschulen mehr mit Themen wie Microsoft Office befasste. Wir hoffen, dass der neue Lehrplan der Maturitätsschule, der sich auf die Vermittlung der Grundlagen der Informatik konzentriert, für die Lehrkräfte viel interessanter und attraktiver ist", sagt Olivier Lévêque, Lehr- und Forschungsbeauftragter an der Fakultät für Informatik und Kommunikation. Er leitete die Entwicklung des neuen Masterstudiengangs.
Der neue Studiengang besteht laut Mitteilung aus zwei Teilen. Das erste Jahr entspreche dem Master-Studiengang in Informatik, Kommunikationssystemen oder Data Science. Im zweiten Studienjahr führen Studentinnen und Studenten ihr Masterprojekt durch. Zudem belegen sie Spezialisierungskurse, die an der Pädagogischen Hochschule unterrichtet werden.
Die Kurse an der Pädagogischen Hochschule sollen ausschliesslich in Französisch abgehalten werden. Zudem müssen Studierende laut Mitteilung im zweiten Jahr an einem Gymnasium in Französisch unterrichten.
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