BIT und Co.

So stockt der Bund sein Informatikpersonal auf

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von Alexia Muanza und NetzKI Bot und Übersetzung: René Jaun, nki, tse

Mehrere Informatikabteilungen stehen auf der Liste der am stärksten wachsenden Bereiche des Bundes. Binnen 5 Jahren wuchs etwa der Personalbestand des BIT um über 45 Prozent. Derweil möchte die Politik mit Digitalisierung Personal einsparen.

(Source: Parlamentsdienste / Rob Lewis)
(Source: Parlamentsdienste / Rob Lewis)

Die Informatikdienste gehören zu den Einheiten der Bundesverwaltung, deren Personalbestand seit 2020 am stärksten zugenommen hat. Das zeigen Daten, die der "Tages-Anzeiger" (Paywall) ausgewertet hat. Zwischen 2020 und 2025 stieg demnach die Zahl der Vollzeitäquivalente beim Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) um 45,8 Prozent. Unter den von der Zeitung genannten Einheiten weist nur die Bundeskanzlei ein stärkeres Wachstum auf, mit einem Plus von 46,8 Prozent.

Von den 487 zusätzlichen Vollzeitäquivalenten, die beim BIT seit 2020 hinzugekommen sind, stammen rund zwei Drittel aus dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Dieses übertrug seine Verwaltungsinformatik im März 2023 an das Bundesamt.

Bei der Bundeskanzlei stieg die Zahl der Vollzeitäquivalente im selben Zeitraum von 216 auf 317. Elf der neuen Stellen schuf die Behörde, um die digitale Transformation in den Departementen zu stärken. Gegenüber dem "Tages-Anzeiger" konkretisiert die Bundeskanzlei (BK) jedoch, dass 80 Prozent ihres gesamten Personalzuwachses nicht zusätzlich geschaffen wurden. Vielmehr seien Bereiche von anderen Bundesämtern zur BK überführt worden. Darunter sind 59 Stellen des früheren Informatiksteuerungsorgans des Bundes, das zuvor dem Eidgenössischen Finanzdepartement angegliedert und Ende 2020 aufgelöst worden war. Laut "Inside IT" wurden die Stellen budgetneutral übertragen und sind jetzt Teil des Bereichs Digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI) .

Auch das Informatik Service Center des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (ISC-EJPD) gehört zu den stark gewachsenen Einheiten. Zwischen 2020 und 2025 nahm sein Personalbestand um 29,8 Prozent zu. Insgesamt erhöhte das EJPD seinen Personalbestand seit 2020 um 22,3 Prozent. Gegenüber "Inside IT" begründet Behördensprecher Nicolas Hehl den Anstieg unter anderem mit neuen Aufgaben, darunter der Entwicklung der E-ID.

Politik will mit Digitalisierung sparen

Insgesamt nahm der Personalbestand des Bundes von 2020 bis 2025 um 22 Prozent zu und belief sich Ende 2025 auf 39'202 Vollzeitäquivalente, wie der "Tages-Anzeiger" ausrechnet.

Das Wachstum der Verwaltung befeuert eine politische Debatte im Bundeshaus. Unlängst befürwortete der Nationalrat einen Vorstoss, der eine feste Obergrenze für den Personalbestand des Bundes verlangt. Die Befürworter argumentieren unter anderem, dass Digitalisierung und künstliche Intelligenz der Verwaltung Effizienzgewinne ermöglichen sollten. Der Ständerat dürfte im September über den Vorstoss entscheiden. Der Bundesrat lehnt eine Personaldeckelung ab. Er müsse genügend Handlungsspielraum behalten, um neue, vom Parlament beschlossene Aufgaben rasch übernehmen zu können, erklärt er in seiner Stellungnahme.

 

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