Die E-ID kommt später als geplant
Das Bundesamt für Justiz verschiebt die Einführung der E-ID. Grund dafür sind zusätzliche Sicherheitsmassnahmen aufgrund neuer Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Wann die E-ID nun eingeführt wird, ist noch offen.
Die elektronische Identität (E-ID) sollte in der Schweiz eigentlich bereits Ende 2026 Realität werden. Nun verschiebt sich die Einführung, wie das Bundesamt für Justiz (BJ) mitteilt. Wann genau es soweit sein wird, ist noch nicht bekannt.
Grund für die Verzögerung seien notwendige Sicherheitsanpassungen, die mehr Zeit in Anspruch nähmen. Denn die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz würden "zusätzliche Herausforderungen für die Erstellung einer E-ID" mit sich bringen, begründet das Bundesamt. Unter anderem wolle man den Schutz vor Schadsoftware verbessern und Deepfakes zuverlässiger erkennen.
Die Lösungsansätze werden laut Mitteilung derzeit in einer interdepartementalen Arbeitsgruppe konsolidiert. Zudem prüfe das BJ die Auswirkungen auf die vorhandenen Ressourcen. Sobald diese Arbeiten "weitgehend abgeschlossen" seien, könne die Behörde einen Termin für die Einführung kommunizieren.
Unabhängig vom Zeitplan der E-ID soll aber deren Vertrauensinfrastruktur ihren Betrieb im ersten Halbjahr 2027 aufnehmen. Damit können gemäss der Behörde ab diesem Zeitpunkt zumindest andere digitale Nachweise wie der elektronische Führerausweis ausgestellt werden.
Die Verschiebung der E-ID-Einführung kommt einigen Unternehmen vielleicht gerade gelegen. Eine Studie der HSLU zeigt nämlich, dass sich die meisten Schweizer KMUs noch kaum mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Hier lesen Sie mehr dazu.
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