Vier von fünf KMUs sind nicht auf die E-ID vorbereitet
Obwohl die E-ID Ende 2026 an den Start geht, haben sich die meisten Schweizer KMUs noch kaum mit dem Thema auseinandergesetzt, wie eine Studie der Hochschule Luzern zeigt. Die Integration in bestehende IT-Systeme ist die grösste Hürde.
Der Bund baut derzeit die Infrastruktur für den E-ID-Start Ende 2026 auf. Dennoch haben vier von fünf Schweizer KMUs noch keine Lösungen implementiert, die es ihnen ermöglichen, die digitale Identität zu nutzen. Dies zeigt eine Studie der Hochschule Luzern (HSLU), für die 78 KMU-Vertreterinnen und -Vertreter befragt wurden.
Obwohl 93,6 Prozent der KMUs von der E-ID gehört haben, haben erst 20,5 Prozent entsprechende Lösungen eingeführt, wie die HSLU mitteilt. Weitere 21,8 Prozent befänden sich bereits in Planung oder Umsetzung, während der Rest das Thema höchstens in Betracht ziehe oder gar keine Umsetzungspläne habe.

Grösste Herausforderungen bei der Einführung digitaler Identitäten. (Source: zVg)
Dabei seien rechtliche Einschränkungen oder der Datenschutz nicht das grösste Hindernis. Laut Mitteilung geben 47,4 Prozent die Integration in bestehende Systeme als Hürde an, 43,6 Prozent mangelndes Wissen und Verständnis sowie 39,7 Prozent fehlende Geschäftsfälle oder fehlender Bedarf. "Digitale Identitäten scheitern selten an der Idee, sondern an Schnittstellen, Rollenlogiken und am Betrieb", sagt Tim Weingärtner, Professor am Departement Informatik der Hochschule Luzern und Mitautor der Studie.

Tim Weingärtner, Professor am Departement Informatik der Hochschule Luzern und Mitautor der Studie. (Source: zVg)
Laut Mitteilung wird zwar das Potenzial der E-ID erkannt. Rund 86 Prozent der Befragten würden in Deepfakes eine Gefahr für ihr Unternehmen sehen und 63,8 Prozent seien der Meinung, dass digitale Identitäten gegen solche Fälschungen helfen könnten. Dennoch hat nur rund die Hälfte der KMUs bereits den Beschluss gefasst, künftig digitale Identitäten zu prüfen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. 27,7 Prozent würden zuerst den Markt beobachten und 21,7 Prozent würden gar keine entsprechenden Projekte planen. Doch wer zu lange zuwarte, riskiere mittelfristig höhere Integrationskosten, warnt die Studie.
Eine Beschwerde der E-ID-Gegner wurde übrigens vom Bundesgericht zurückgewiesen, wie Sie hier lesen können.
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