Drei Anbieter kontrollieren einen Drittel des globalen Colocation-Marktes
Die drei grössten Colocation-Anbieter Equinix, Digital Realty und NTT kontrollieren rund 30 Prozent des globalen Marktes. Trotzdem verteilt sich rund die Hälfte der Marktanteile auf kleine und mittelgrosse Anbieter.
Die Anbieter Equinix, Digital Realty und NTT haben im 2. Quartal dieses Jahres 30 Prozent des weltweiten Colocation-Marktes ausgemacht. Das zeigen Zahlen des Marktforschungsinstituts Synergy. Auf die drei nächstgrösseren Anbieter - CyrusOne, Digital Bridge und KDDI - entfallen bereits nur noch 7 Prozent der Marktanteile.
Da chinesische Anbieter die 14 Prozent Marktanteile des eigenen Marktes fast ausschliesslich unter sich aufteilen, entfällt rund die Hälfte des Weltmarktes auf eine lange Liste kleiner und mittlerer Anbieter, wie das Marktforschungsinstitut weiter mitteilt. Zu den am schnellsten wachsenden Anbietern in dieser Kategorie gehören etwa Stack Infrastructure, Mapletree und Chindata.
Nach Ländern unterteilt machen die USA und China gemäss der Mitteilung mit 48 Prozent fast die Hälfte des Weltmarktes aus. Es folgen demnach Japan, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Singapur und Indien, die zusammen weitere 24 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen. Die grossen Ländermärkte mit den höchsten Wachstumsraten seien China, Brasilien, Indien und Singapur.
Gesundes Wachstum
Der weltweite Colocation-Markt hat in den vergangenen 4 Quartalen Einnahmen in Höhe von 47 Milliarden US-Dollar generiert. Der zugrunde liegende Markt wächst demnach - sofern man die Auswirkungen der aktuellen Kursschwankungen ausser Acht lasse - mit einer zweistelligen Wachstumsrate.
Der grösste Teil des Marktes entfällt weiterhin auf das Retail-Colocation-Segment, wie das Unternehmen schreibt. Getrieben von den Hyperscale-Betreibern seien es aber die Grosshandelsumsätze, die am schnellsten wachsen.
Ausserdem: Die Energiekrise geht auch an den RZ-Betreibern nicht spurlos vorbei. Equinix und Digital Realty haben angesichts der drohenden Stromknappheit ihre Dieselreserven erhöht, wie Sie hier lesen können.
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