Mit Malware verseuchtes Whatsapp spioniert Nutzer aus
Eine schädliche Whatsapp-Modifikation wird aktuell über Telegram verbreitet. Die Malware-Modifikation erfüllt zwar ihren beworbenen Zweck, planbare Nachrichten zu ermöglichen, spioniert aber auch gleichzeitig deren Nutzerinnen und Nutzer aus.
Kaspersky warnt vor einer schädlichen Whatsapp-Modifikation, die aktuell im Telegram-Messenger kursiert. Die Malware eines Drittanbieters werde in erster Linie über beliebte Telegram-Kanäle des Nahen und Mittleren Ostens verbreitet, teilt der Cybersecurity-Anbieter mit. Gemäss Kaspersky verzeichnen Aserbaidschan, Saudi-Arabien, Jemen, Türkei und Ägypten die höchsten Angriffsraten. Die Malware, die erst seit Mitte August bekannt ist, habe im Oktober 2023 weltweit mehr als 340’000 Personen angegriffen. Darunter sind auch Opfer in Europa. In der Liste der am häufigsten angegriffenen Länder sind unter anderem Frankreich, Grossbritannien und Deutschland vertreten.
Beworben wird die verseuchte Whatsapp-Variante damit, dass Nutzerinnen und Nutzer damit Nachrichten planen können. Diesen Zweck erfüllt die Malware-Modifikation zwar. Gleichzeitig enthält sie aber auch eine Spionagefunktion, wie Kaspersky mitteilt. Ein in die Modifikation integriertes Spyware-Modul sammle demnach persönliche Userdaten, wie Telefonnummer, Kontakte, Kontodaten, Länder- und Netzcodes. Das Spionagemodul sei auch in der Lage, Mikrofonaufzeichnungen einzurichten und Daten von einem externen Speicher zu exfiltrieren.
Kaspersky teilt mit, Telegram bereits über das Problem informiert zu haben. Das Unternehmen gibt folgende Tipps zum Schutz vor Schadsoftware auf mobilen Geräten:
- Apps und Software aus seriösen und offiziellen Quellen herunterladen.
- App-Stores von Drittanbietern vermeiden, da hier das Risiko besteht, schädliche oder kompromittierte Apps herunterzuladen.
- Immer über die neuesten Cyberbedrohungen, Techniken und Taktiken von Cyberkriminellen informiert bleiben.
- Bei unaufgeforderten Anfragen, verdächtigen Angeboten oder dringenden Forderungen nach persönlichen oder finanziellen Informationen Vorsicht walten lassen.
- Bei Drittanbieter-Software aus beliebten Quellen vorsichtig sein, da diese oft keine Sicherheit verspricht und schädliche Inhalte beinhalten kann.
Übrigens: Whatsapp kämpfte vor nicht allzu langer Zeit mit Cyberkriminellen, die die Messenger-Konten via Voicemail hackten. Mehr dazu lesen Sie hier.
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