Millionen Kontodaten von ChatGPT- und Canva-Usern landen im Darknet
Infostealer-Angriffe auf User von KI-Diensten erfreuen sich grosser Beliebtheit. Kaspersky entdeckte im Darknet etwa Zugangsdaten von über einer Million Canva-Nutzenden. Die Zahl der Infostealer-Angriffe auf ChatGPT-User stieg zuletzt besonders stark.
Kaspersky hat Infostealer-Angriffe im Zeitraum zwischen 2021 und 2023 unter die Lupe genommen. Dabei haben es die Angreifer auf Kontoinformationen und Login-Daten ihrer Opfer abgesehen. Nutzerinnen und Nutzer von KI-Tools waren in diesem Zeitraum besonders stark betroffen, wie Kaspersky schreibt. So hätten Cybergauner Anmeldeinformationen von 1,2 Millionen Canva-Usern erbeutet und im Darknet veröffentlicht.
Ausserdem fand Kaspersky im Darknet komprimittierte Zugangsdaten von 839'000 Usern des KI-Schreibassistenten Grammarly. Ein beliebtes Ziel sind laut den Analysen von Kaspersky auch User von ChatGPT: 2023 entdeckte der Cybersecurity-Anbieter Userdaten von fast 664'000 Chatbot-Nutzenden im Darknet. Im Vergleich zum Jahr 2022 sei die Zahl um mehr als das Dreissigfache angestiegen. Insgesamt waren es seit 2021 rund 688’000.
"Die kompromittierten Anmeldeinformationen stammen aus Infostealer-Aktivitäten, einer speziellen Malware-Art, die Nutzerzugänge für Cyberangriffe, Verkäufe im Darknet oder andere schädliche Aktivitäten stiehlt. Infostealer können Geräte von Unternehmen unter anderem über Phishing-E-Mails oder -Websites und öffentliche Webseiten mit schädlichen Inhalten infizieren", erklärt Yuliya Novikova, Head of Kaspersky Digital Footprint Intelligence. "Wir erwarten, dass die Nachfrage nach ChatGPT-Konten weiterhin bestehen bleibt."
Übrigens: Nutzende können künftig auch ohne Anmeldung auf ChatGPT zugreifen. OpenAI will das Sprachmodell allen Interessierten zugänglich machen - allerdings mit gewissen Einschränkungen, wie Sie hier erfahren.
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