Der Bundesverwaltung gehen die PCs aus
Die Bundesverwaltung hat ihr IT-Budget schneller aufgebraucht als ursprünglich vorgesehen. Ein Übergangsvertrag, der ohne öffentliches Ausschreibungsverfahren abgeschlossen wurde, soll nun eine Unterbrechung der Hardware-Versorgung verhindern.
Der Bedarf an IT-Hardware hat die ursprünglichen Prognosen des Bundes deutlich übertroffen. Laut einer auf der Plattform Simap veröffentlichten Ausschreibung wurde der im Jahr 2018 unterzeichnete Rahmenvertrag zur Ausstattung der Bundesverwaltung mit PCs, Laptops und Zubehör - ursprünglich bis 2026 angelegt - bereits vollständig ausgeschöpft. Und das trotz eines Anfangsbudgets von 217 Millionen Franken.
Angesichts dieser Entwicklung musste das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) rasch handeln. Es schloss einen neuen Vertrag im Rahmen eines freihändigen Verfahrens ab - eine Vorgehensweise, die es der Verwaltung unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, Aufträge ohne öffentliche Ausschreibung zu vergeben.
Dieser Übergangsvertrag soll die Versorgung der rund 100'000 Arbeitsplätze der Bundesverwaltung mit IT-Hardware sicherstellen, bis ein neuer Rahmenvertrag ausgeschrieben und abgeschlossen werden kann. In diesem Zusammenhang erhalten die beiden Hauptlieferanten für diese Übergangsphase, HP Schweiz und Lenovo Schweiz, rund 47,6 Millionen respektive 9,7 Millionen Franken.
Der unerwartet schnelle Verbrauch des bisherigen Budgets lasse sich durch eine deutlich höhere Nachfrage erklären. Diese resultiert vor allem aus drei Faktoren: Die Arbeitsplätze im Bereich der Armee (VBS – Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) mussten mit zivilen Geräten ausgestattet werden, sämtliche Arbeitsplätze in der Bundesverwaltung mit Laptops ausgerüstet, und veraltete Geräte ersetzt werden, da ihre Hardware nicht mehr mit dem aktuellen Betriebssystem Microsoft Windows 11 kompatibel war.
Das Bundesamt für Informatik bereitet derzeit eine öffentliche Ausschreibung für einen neuen Rahmenvertrag vor.
Nicht nur die Schweiz investiert zunehmend in die Informatik. Die weltweiten IT-Ausgaben sollen 2025 laut einer Gartner-Prognose 5,61 Billionen US-Dollar erreichen – ein Plus von 9,8 Prozent zum Vorjahr. Lesen Sie hier, was die Ausgaben in die Höhe treibt.
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