CES 2026: Punkt lanciert Datenschutz-Smartphone ohne Google-Dienste
Mit dem MC03 stellt der Schweizer Hersteller Punkt ein in Deutschland zusammengebautes Smartphone vor. Das Betriebssystem AphyOS kommt ohne Google-Dienste, setzt auf getrennte Sicherheitszonen und integriert neu Dienste von Proton.
Der Schweizer Hersteller Punkt stellt an der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas sein neues Smartphone MC03 vor. Das Gerät läuft mit dem Betriebssystem AphyOS, das auf Google-Dienste verzichtet und nach dem ersten Jahr ein Abonnement erfordert, um laut Hersteller den Fokus auf Datenschutz zu gewährleisten.
Die auffälligste Änderung im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Hardware. Punkt verbaut im MC03 ein 6,67-Zoll-OLED-Display mit 120 Hertz, wohingegen der Vorgänger noch einen LCD-Bildschirm hatte. Auch bei der Leistung gibt es ein Upgrade: Für den Antrieb sorgen der Prozessor Mediatek Dimensity 7300 und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Zur weiteren Ausstattung gehören eine 64-Megapixel-Hauptkamera und ein nach IP68 gegen Wasser und Staub geschütztes Gehäuse.
Eine Besonderheit bleibt der austauschbare Akku mit einer Kapazität von 5200 Milliamperestunden (mAh). Die Fertigung des in der Schweiz designten Smartphones erfolgt laut Mitteilung im Werk von Gigaset in Deutschland.
AphyOS trennt Apps in zwei Sicherheitszonen
Im Zentrum des Geräts steht das Betriebssystem AphyOS, das auf Android basiert. Punkt teilt das System in zwei Bereiche - somit will der Hersteller den Datenschutz gewährleisten, wie auch eine uneingeschränkte Verfügbarkeit von Apps ermöglichen.
- Vault: In diesem geschützten Bereich befinden sich ausschliesslich von Punkt geprüfte Apps. Der Fokus liegt hier laut Hersteller auf maximaler Privatsphäre in einer "ruhigen" Benutzeroberfläche.
- Wild Web: Hier können User jede beliebige Android-App installieren. Strenge und transparente Schutzmassnahmen würden unbefugte Datenflüsse und Datentriangulation verhindern, verspricht der Hersteller.
Über eine Funktion namens "Ledger" kontrollieren User die Berechtigungen jeder App. Ein integrierter VPN-Dienst ("Digital Nomad") soll zudem die Verbindung unterwegs schützen.

Das MC03 kommt ohne Google-Dienste, dafür mit Anwendungen von Proton und Threema. (Source: zVg)
Partnerschaft mit Proton und ein Betriebssystem im Abo
Für das MC03 arbeitet Punkt neu mit dem Anbieter Proton zusammen. Dessen Dienste wie Proton Mail, Calendar, Drive, VPN und Pass sind direkt in den "Vault"-Bereich integriert. Die Partnerschaft mit dem Messenger-Dienst Threema führt Punkt weiter.
Das Punkt MC03 soll Ende Januar 2026 auf den Markt kommen - zu einem UVP von 699 Franken. Im Anschaffungspreis ist ein 12-monatiges Abonnement für das Betriebssystem AphyOS enthalten. Anschliessend fällt allerdings eine Gebühr für die Nutzung des Betriebssystems an, die sich monatlich auf 9.99 Franken beläuft. Der Hersteller bietet auch vergünstigte Pakete für eine Laufzeit von drei Jahren (45 Prozent Rabatt) oder fünf Jahren (60 Prozent Rabatt) an.
Im Sommer 2025 zog Proton übrigens Konsequenzen aus der geplanten Verschärfung des Überwachungsgesetzes: Erste Teile der Infrastruktur verlagerte der Genfer Anbieter von Verschlüsselungsdiensten bereits ins Ausland. Mehr dazu lesen Sie hier.
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