Schweizer und Schweizerinnen verschwitzen Datenschutz bei KI
Der VPN-Anbieter NordVPN hat sich mit dem Datenschutz bei der Nutzung von KI in der Schweiz auseinandergesetzt. Demnach zeigen sich erhebliche Wissenslücken im Umgang mit solchen Tools im Arbeitsalltag.
Anlässlich des Data Privacy Day am 28. Januar hat der VPN-Anbieter NordVPN über Datenschutzrisiken im Umgang mit der künstlichen Intelligenz (KI) im Geschäftsalltag informiert. In Schweizer Unternehmen fehlt gemäss dem Unternehmen ein Verständnis dafür, welche Datenschutzaspekte sie bei KI-Anwendungen im beruflichen Kontext berücksichtigen müssen. 94 Prozent der Schweizer Teilnehmenden einer Umfrage wüssten dies nicht.
Die Daten kommen von NordVPNs "National Privacy Test" - eine globale Umfrage des VPN-Anbieters. Im Jahr 2025 beantworteten 36’667 Teilnehmende aus 192 Ländern 22 Fragen zu ihren Kenntnissen und Fähigkeiten rund um den Online-Datenschutz, wie NordVPN mitteilt. Wie viele Personen aus der Schweiz teilgenommen haben, ist nicht ersichtlich.
Die Studie offenbart laut Mitteilung weitere Sicherheitslücken: 38 Prozent der Schweizer Teilnehmenden seien nicht in der Lage, KI-gestützte Betrugsmaschen wie Deepfakes oder Voice-Cloning-Angriffe zuverlässig zu erkennen.

Die Schweiz steht leicht besser da als der globale Durchschnitt. (Source: zVg)
Die KI liest mit
"Die rasante Verbreitung von KI am Arbeitsplatz hat unser Verständnis für die damit verbundenen Risiken überholt", sagt Marijus Briedis, Chief Technology Officer von NordVPN. "Viele Menschen geben vertrauliche Informationen in KI-Tools ein, ohne zu wissen, wohin diese Daten fliessen, wie sie gespeichert werden oder wer darauf Zugriff hat."
Der entscheidende Unterschied zu klassischer Kommunikation liegt laut Briedis in der Persistenz der Daten: Interaktionen mit KI-Tools lassen sich speichern, analysieren und zum Training zukünftiger Modelle nutzen. Wenn Mitarbeitende Kundendaten oder interne Strategien mit KI-Assistenten teilen, könnten unbeabsichtigt potenzielle Datenschutzlücken entstehen.
Das Unternehmen empfiehlt, niemals vertrauliche Unternehmensdaten, Kundeninformationen oder persönliche Daten in KI-Assistenten einzugeben. Man solle sich bewusst sein, dass Gespräche mit KI-Tools möglicherweise protokolliert, gespeichert und ausgewertet werden.
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