"Haimat"

Zürcher Start-up entwickelt Telefon-KI mit Schweizer Dialekten

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von Joël Orizet und NetzKI Bot und ahu

Ein Zürcher Start-up namens "Haimat" lanciert eine KI-Telefonieplattform, die Schweizerdeutsch verstehen und sprechen soll. Die Lösung richtet sich an Unternehmen, die Anrufe automatisieren und auf eine für den Schweizer Markt entwickelte Sprach-KI setzen möchten.

(Source: Iryna / stock.adobe.com)
(Source: Iryna / stock.adobe.com)

Die sprachliche Vielfalt der Schweiz gilt als Herausforderung für KI-gestützte Telefonie. Das Zürcher Jungunternehmen "Haimat" will mit einer neuen Plattform zeigen, dass sich auch Schweizerdeutsch automatisiert verarbeiten lässt. Das Start-up bezeichnet die Lösung in einer Mitteilung als erste Telefon-KI des Landes, die Schweizerdeutsch versteht, spricht und unterschiedliche Dialekte erkennt. 

Die Plattform soll Unternehmen dabei unterstützen, eingehende Anrufe automatisiert zu bearbeiten. Laut dem Anbieter kann die KI Termine koordinieren, Auskünfte erteilen oder potenzielle Kundinnen und Kunden vorqualifizieren. Die Lösung richtet sich insbesondere an KMUs sowie an Organisationen aus Branchen wie Gesundheitswesen, Gastronomie, Immobilien, Bildung und Dienstleistungen.

Screenshot einer KI-Telefonieoberfläche. Über einer Audio-Wellenform steht "KI-Agent aktiv". Ein Gespräch auf Schweizerdeutsch zeigt die Terminvereinbarung bei einer Arztpraxis. Oben rechts weist ein Label auf die Unterstützung von Schweizerdeutsch hin.

Die Plattform von Haimat soll Anrufe automatisiert bearbeiten und dabei Schweizer Dialekte erkennen sowie in natürlicher Sprache darauf reagieren. (Source: Screenshot haimat.ch)

Die Idee für das Unternehmen entstand laut Mitgründer Joel Reichmuth aus praktischen Erfahrungen im Berufsalltag. Viele Betriebe hätten zunehmend Schwierigkeiten, ihre telefonische Erreichbarkeit sicherzustellen - unter anderem wegen Fachkräftemangels, hohem Anrufaufkommen und steigenden Kundenerwartungen. Gleichzeitig hätten internationale KI-Lösungen Schweizerdeutsch oft nur unzureichend verstanden.

"Ich habe mich gefragt, weshalb wir 2026 zwar mit KI Bilder generieren und komplexe Texte schreiben können, aber ein einfacher Telefonanruf auf Schweizerdeutsch noch immer nicht natürlich funktioniert", lässt sich Reichmuth in der Mitteilung zitieren.

Das Start-up positioniert sich als Schweizer Alternative zu ausgelagerten Callcentern und internationalen Anbietern von KI-Telefonie. Ein Schwerpunkt liege zudem auf Datenschutz und lokaler Datenverarbeitung. Kundendaten würden nach Schweizer Standards verarbeitet, teilt das Unternehmen mit.

Für die Nutzung bietet das Unternehmen vier Abonnements an. Die Preise beginnen gemäss den Angaben auf der Unternehmenswebsite bei 152 Franken pro Monat für Einzelbetriebe und reichen bis zu individuell konfigurierbaren Enterprise-Lösungen ab 699 Franken monatlich. Je nach Paket unterscheiden sich die enthaltenen Gesprächsminuten, die Anzahl gleichzeitiger Anrufe sowie zusätzliche Funktionen wie Terminbuchungen, CRM-Integrationen oder Analysewerkzeuge. Wer sich für eine jährliche Abrechnung entscheidet, erhält einen Rabatt von 15 Prozent auf die regulären Preise.

 

Übrigens: Auch das KI-Unternehmen Wonderful wirbt mit sprachlich angepassten KI-Agenten für den Schweizer Markt – mehr zur Expansion der Firma nach Zürich lesen Sie hier.

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