Quantencomputing

US-Regierung forciert die Entwicklung von Quantencomputern

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von Joël Orizet und NetzKI Bot und ahu

Die USA wollen im Wettlauf um Quantencomputer aufs Tempo drücken. Neue Anordnungen von US-Präsident Donald Trump sollen sowohl die Entwicklung der Technologie als auch den Schutz kritischer Infrastruktur vor künftigen Cyberangriffen beschleunigen.

(Source: Bartek Wróblewski / stock.adobe.com)
(Source: Bartek Wróblewski / stock.adobe.com)

Die US-Regierung will die Entwicklung von Quantencomputern schneller voranbringen. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete zwei Executive Orders, die den Einsatz der Technologie in Bundesbehörden beschleunigen sollen, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Konkret soll das US-Energieministerium bis 2028 einen Quantencomputer erhalten, der leistungsfähig genug für anspruchsvolle wissenschaftliche Forschung ist. Michael Kratsios, Trumps Technologieberater und Leiter des Office of Science and Technology Policy, nannte dieses Ziel bei der Vorstellung der Erlasse. Mehrere Behörden, darunter die Raumfahrtbehörde NASA, müssen zudem Fünfjahrespläne für den Einsatz von Quantentechnologien ausarbeiten.

Gleichzeitig nimmt die US-Regierung die Risiken der Technologie stärker in den Blick. Ein zweiter Erlass soll die Umstellung der US-Regierung auf sogenannte Post-Quantum-Kryptografie vorantreiben. Dabei handelt es sich um Verschlüsselungsverfahren, die selbst künftigen Quantencomputern standhalten sollen. Die US-Regierung will insbesondere Energieversorger, Wasserwerke und andere kritische Infrastrukturen besser gegen mögliche Angriffe mit Quantentechnologie schützen.

Wettlauf um die nächste Rechnergeneration

Quantencomputer gelten als wichtige Zukunftstechnologie. Anders als klassische Rechner verarbeiten sie Informationen nicht nur als Nullen und Einsen, sondern nutzen quantenphysikalische Zustände. Fachleute versprechen sich davon enorme Rechenleistungen für Materialforschung, Medikamentenentwicklung oder komplexe Simulationen. 

Allerdings existieren bislang keine breit einsetzbaren Quantencomputer, die diese Erwartungen vollständig erfüllen - noch leiden sie insbesondere an ihrer Fehleranfälligkeit. Technologiekonzerne wie Google, IBM oder Microsoft arbeiten weiterhin an den technischen Grundlagen. IBM etwa strebt bis Ende des Jahrzehnts einen Quantencomputer mit Echtzeit-Fehlerkorrektur an.

 

Übrigens: Der US-Quantencomputerhersteller Quera Computing will bereits 2028 einen fehlertoleranten Quantencomputer in Betrieb nehmen und über AWS als Cloud-Dienst anbieten - mehr dazu lesen Sie hier

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