20 Millionen Dollar an Belohnungen

Microsofts Bug-Bounty-Programm verzeichnet Rekordjahr

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von Alexia Muanza und Übersetzung: Andreas Huber, cka

Microsoft hat ein Rekordjahr für sein Bug-Bounty-Programm verzeichnet. 562 Security-Spezialisten aus 64 Ländern erhielten eine Prämie ausbezahlt. Der Konzern stellt zudem einen Anstieg von Meldungen fest, der wohl insbesondere auf den zunehmenden Einsatz von KI in der Security zurückzuführen ist.

(Source: ClearCutLtd / Pixabay.com)
(Source: ClearCutLtd / Pixabay.com)

Microsoft hat das erfolgreichste Jahr seines Prämienprogramms für Sicherheitslücken seit dessen Einführung verzeichnet. In den vergangenen zwölf Monaten zahlte das Unternehmen über 20 Millionen Dollar an 562 Security-Spezialisten aus 64 Ländern aus. Laut dem Konzern handelt es sich dabei sowohl um den höchsten Betrag als auch um die grösste Anzahl an belohnten Spezialisten in der Geschichte des Programms.

Im Vorjahr hatte Microsoft 17 Millionen Dollar an 344 Personen aus 59 Ländern ausgezahlt. Das Unternehmen gibt an, in der zweiten Jahreshälfte einen Anstieg der eingereichten Meldungen verzeichnet zu haben, was es auf das Engagement der Community und den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz zur Unterstützung zurückführt.

Diese Entwicklung vollziehe sich vor dem Hintergrund, dass KI die Bug-Bounty-Programme in breiterem Masse verändere. Sie beschleunige zwar die Suche nach Sicherheitslücken, trage aber auch dazu bei, dass immer mehr ungenaue oder unzureichend belegte Meldungen eingehen würden. So habe Hackerone im Frühjahr sein Open-Source-Programm ausgesetzt. In der Schweiz hätten das BFS, die Post und Swisscom ebenfalls einen Anstieg der KI-gestützten Meldungen festgestellt, ohne jedoch von einer Überlastung ihrer Systeme zu berichten. 

Teilnehmende finden fast 700 Sicherheitslücken

Microsoft hebt zudem die Ergebnisse der Initiative "Zero Day Quest" hervor, bei der Spezialisten mit den Sicherheits- und Entwicklungsteams des Unternehmens auf dem Campus in Redmond zusammengekommen seien. Teilnehmende aus 20 Ländern arbeiteten an vorrangigen Sicherheitsszenarien im Zusammenhang mit den Cloud- und KI-Plattformen des Konzerns. Die Forschungsherausforderung und die Live-Hacking-Veranstaltung führten laut dem Unternehmen zu fast 700 Berichten über Sicherheitslücken. Microsoft gibt an, in diesem Zusammenhang Prämien in Höhe von 2,3 Millionen Dollar ausgezahlt zu haben. 

Microsoft habe sein Prämienprogramm zudem auch auf Ergebnisse ausserhalb des bisherigen Rahmens ausgeweitet. Bestimmte Open-Source-Software, Komponenten von Drittanbietern und Cloud-Dienste von Microsoft können demnach nun ebenfalls zu einer Vergütung führen. Seit dieser Erweiterung gibt Microsoft an, mehr als 300 zusätzliche Meldungen erhalten und über 800'000 Dollar für Sicherheitslücken ausgezahlt zu haben, die zuvor nicht für die Prämienprogramme in Frage gekommen wären. Nach Angaben des Unternehmens stellt jede im Rahmen dieser Programme gemeldete Sicherheitslücke eine Gelegenheit dar, eine Schwachstelle zu beheben, bevor diese gegen Kunden ausgenutzt werden kann. 

 

Microsoft präsentiert dieser Tage übrigens auch ein neues KI-Modell zur Erkennung und Behebung von Schwachstellen. Hier lesen Sie mehr dazu

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