MAI-Cyber-1-Flash

Microsoft lanciert KI-Modell zur Erkennung und Behebung von Schwachstellen

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von Alexia Muanza und Übersetzung: René Jaun, nki, ahu

Microsoft präsentiert mit MAI-Cyber-1-Flash ein auf Cybersicherheit spezialisiertes KI-Modell. Zudem stellt der Tech-Konzern eine Sammlung von Agenten vor, um verschiedene Sicherheits-Workflows zu automatisieren.

(Source: Angel Bena/Pexels)
(Source: Angel Bena/Pexels)

Microsoft ergänzt seine Sammlung eigener KI-Modelle um MAI-Cyber-1-Flash. Das Modell ist auf Cybersicherheit spezialisiert, wie der Ankündigung zu entnehmen ist. Es ist in MDASH integriert, der Microsoft-eigenen Multi-Agenten-Plattform zur Erkennung und Behebung von Schwachstellen, und soll die Identifizierung und Behebung von Sicherheitslücken in Codebasen automatisieren.

Angreifer setzten KI ein, um grosse Mengen an Code nach ausnutzbaren Schwachstellen zu durchsuchen, erklärt Microsoft. Dadurch seien Sicherheitsteams gezwungen, ihre Fähigkeiten zur Erkennung und Behebung von Schwachstellen zu beschleunigen.

Laut den von Microsoft veröffentlichten Angaben erreicht das neue KI-Modell auf dem Benchmark CyberGym, der sich auf die Erkennung von Schwachstellen in umfangreichen Codebasen konzentriert, eine Erfolgsquote von 96 Prozent. MAI-Cyber-1-Flash übertreffe Modelle wie Mythos, Gemini und GPT, die unter denselben Bedingungen bewertet worden seien.

MAI-Cyber-1-Flash ist darauf ausgelegt, rund 90 Prozent der Sicherheitsaufgaben zu übernehmen. Die komplexesten Fälle leitet es an leistungsstärkere Modelle weiter, insbesondere GPT-5.4. Dieser Multi-Modell-Ansatz soll die Kosten im Vergleich zur bisher eingesetzten Modellkombination laut Microsoft um 50 Prozent senken.

Automatisierte Cybersicherheits-Workflows

Microsoft kündigt zudem Perception an, eine Sammlung spezialisierter Agenten zur Automatisierung verschiedener Cybersicherheits-Workflows. Diese übernehmen unter anderem die kontinuierliche Überwachung, das Einspielen von Patches sowie die Verarbeitung neuer Angriffsvektoren. Das Unternehmen plant zudem, den Einsatz von MAI-Cyber-1-Flash auf weitere Sicherheits-Workflows auszuweiten.

Das Modell stammt aus der Modellfamilie MAI-Thinking-1 und wurde mit unternehmensinternen Daten trainiert, wie Microsoft mitteilt. Dazu gehören auch die in diversen Microsoft-Services gesammelten Sicherheitsdaten. Diese umfassen laut Microsoft täglich mehr als 100 Billionen analysierte Signale sowie Informationen von 1,6 Millionen Kunden.

Vor seiner Einführung unterzog Microsoft MAI-Cyber-1-Flash mehreren Sicherheitsprüfungen, unter anderem durch das AI Red Team von Microsoft im Rahmen automatisierter und manueller Angriffssimulationen sowie einer unabhängigen Bewertung. MDASH verfügt ausserdem über Mechanismen zur Zugriffskontrolle, zur Isolierung von Umgebungen, zur Verschlüsselung, zur Nachvollziehbarkeit sowie zur Ausführung in isolierten Umgebungen ohne Internetzugang.

Mit seinem neuen Modell reiht sich Microsoft ein in eine immer länger werdende Reihe von KI-Anbietern, die den Cybersecurity-Markt umgarnen. Bereits im März führte Anthropic etwa ein entsprechendes KI-Modell namens Mythos ein, wenn auch nur für ausgewählte Kundschaft, wie Sie hier lesen können.

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