Microsoft findet und behebt Schwachstellen mit neuer KI-Plattform
Unter dem Namen MDash entwickelt Microsoft eine neue Cybersecurity-Lösung. Sie vereint eine Vielzahl an KI-Modellen und Agenten und soll dem Tech-Konzern schon geholfen haben, 16 teils kritische Schwachstellen zu identifizieren.
Wer heute eine KI-Lösung für den Cybersecurity-Bereich sucht, hat die Qual der Wahl. Es gibt diverse für die Branche optimierten Sprachmodelle und KI-Agenten, wobei jedes Produkt seine Schwächen und Stärken hat.
Microsoft versucht nun offenbar, diese Vielfalt unter einen Hut zu bringen. Der Tech-Konzern stellte unlängst MDash vor – ausgeschrieben: "Microsoft Security's new multi-model agentic scanning harness". Dabei handelt es sich um eine Plattform, die mehr als 100 spezialisierte KI-Agenten vereint, wie Microsoft mitteilt. Zudem könne die Lösung verschiedene KI-Modelle flexibel einsetzen.
Die am Orchester beteiligten KI-Agenten analysieren etwa Code, prüfen Verdachtsfälle, gleichen Ergebnisse ab und versuchen, Schwachstellen technisch auszumachen und zu bestätigen, wie es weiter heisst. Die eingesetzten KI-Modelle liessen sich beliebig austauschen, ohne dass die ganze Pipeline neu aufgesetzt werden müsse.
Intern setzt Microsoft MDash bereits ein – offenbar mit Erfolg, wie das Unternehmen schreibt. Mithilfe der Plattform habe man 16 Schwachstellen in Windows-Komponenten identifiziert, darunter 4 kritische Sicherheitslücken, über die ein Angreifer beliebigen Programmcode auf einem System hätte ausführen können. Microsoft verteilt Sicherheits-Updates zum Beheben dieser Schwachstellen seit dem monatlichen Patch-Tuesday vom 12. Mai 2026.
Microsoft testet MDash derzeit intern sowie im Rahmen eines Private Preview mit ausgewählten Kunden. Ob und wann MDash für die breite Öffentlichkeit verfügbar sein wird, teilt der Konzern nicht mit.
Lesen Sie auch: KI-gestützte Lösungen gewinnen im Schwachstellenmanagement an Bedeutung. In einer Einschätzung warnt das Bundesamt für Cybersicherheit, dass fortschrittliche KI-Modelle aber gleichzeitig auch die Entwicklung und Durchführung von Cyberangriffen deutlich beschleunigen können.
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