US-Gericht verurteilt Meta zu Millionenstrafe
Ein Gericht in New Mexico verurteilt Meta wegen mangelnden Jugendschutzes zur Zahlung von 567 Millionen US-Dollar. Zudem muss der Konzern seine Plattformen stärker auf den Schutz Minderjähriger ausrichten. Meta hat Berufung angekündigt.
Facebook-Mutterkonzern Meta muss wegen der Gefährdung der psychischen Gesundheit von Kindern eine Strafe von 567 Millionen US-Dollar zahlen. Dies entschied ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico, wie "SRF" berichtet. Der Generalstaatsanwalt warf Meta vor, seine Produkte so zu gestalten, dass sie junge User abhängig machen. Zudem schütze der Konzern Kinder nur unzureichend vor sexueller Ausbeutung.
Das Gericht verpflichtete Meta laut dem Bericht zudem für einen Zeitraum von fünf Jahren zu verschiedenen Änderungen an seinen Plattformen. Dazu gehören monatliche Begrenzungen der Nutzungsdauer für Jugendliche, Einschränkungen bei Benachrichtigungen und strengere Kontrollen für Kontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen. Ausserdem muss der Konzern ein Meldesystem für Schulen bereitstellen, das Alter der Nutzerinnen und Nutzer besser verifizieren und zweimal pro Jahr über die Umsetzung der Massnahmen berichten.
Meta weist die Vorwürfe zurück. "Wir sind weiterhin überzeugt, beim Schutz von Jugendlichen im Internet eine gute Bilanz vorweisen zu können und werden uns auch künftig gegen Behauptungen wehren, die den Sachverhalt falsch darstellen", zitiert "SRF" eine Aussage des Konzerns. Meta kündigte bereits Berufung gegen das Urteil an.
Schon im März verurteilte ein kalifornisches Gericht Google und Meta wegen der Förderung von Social-Media-Sucht. In der gleichen Woche erfolgte ein Schuldspruch im US-Bundesstaat New Mexico. Dem damaligen Urteil zufolge hatte Meta seine User gezielt über die Sicherheit seiner Plattformen getäuscht und Kinder gefährdet. Das Gericht verhängte eine Busse von 375 Millionen Dollar.
Auch die EU-Kommission kritisiert Meta wegen des "suchtfördernden Designs" von Instagram und Facebook. Sie prüft, ob der Konzern damit gegen den Digital Services Act verstösst. Hier lesen Sie mehr dazu.
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