Cyberkriminelle phishen mit vermeintlichen Planzer-Lieferungen
Die Kantonspolizei Zürich warnt vor gefälschten E-Mails. Cyberkriminelle verwenden Aufmachung und Namen des Logistik-Unternehmens Planzer und geben vor, dass eine Bestellung unterwegs sei. Dabei wollen sie an Kreditkartendaten und persönliche Daten gelangen.
Derzeit sind E-Mails im Umlauf, die vorgeben, von der Logistik- und Transportfirma Planzer zu sein. Darin ist von einer Bestellung die Rede, die unterwegs sei. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um Phishing durch Cyberkriminelle, wie die Kantonspolizei Zürich auf ihrem Portal "Cybercrimepolice.ch" warnt.
Über den in den E-Mails enthaltenen Button "Sendungsstatus anzeigen" werde man auf eine gefälschte Website umgeleitet, so die Kapo.

Gefälschte Nachricht mit Button "Sendungsstatus anzeigen". (Source: Cybercrimepolice.ch)
Die Website ahmt Logo und Erscheinungsbild der echten Planzer-Website nach, wie es weiter heisst. Potenzielle Opfer sollen in einem ersten Schritt ihren Namen und ihre Adresse für eine angebliche Sendungsverifikation eingeben. Danach werde man aufgefordert, eine Zollgebühr von 5.21 Franken für ein Paket zu begleichen.

Gefälschte Website im Planzer-Design mit der Oberfläche zur Sendungsverifikation. (Source: Cybercrimepolice.ch)
Nun verlange die Website die vollständigen Kreditkartendaten. Wer diese eingibt und die Zahlung per Banking-App oder durch einen per SMS erhaltenen Verifizierungscode bestätigt, übermittelt den Cyberkriminellen seine Kreditkarteninformationen sowie persönliche Daten, wie die Kapo schreibt.

Gefälschte Website im Planzer-Design mit der Oberfläche zur Eingabe der Kreditkartendaten. (Source: Cybercrimepolice.ch)
Die Polizei rät Betroffenen zu folgenden Massnahmen:
- Potenzielle Betrugs-E-Mails an feedback@cybercrimepolice.ch weiterleiten.
- Das E-Mail ignorieren und löschen oder in den Junk- resp. Spam-Ordner verschieben.
- Niemals Links aus E-Mails, SMS oder anderen Nachrichten bzw. Websites folgen, da diese manipuliert oder optisch verändert sein können.
- Niemals sensible Daten von sich preisgeben, wenn man vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt hat.
- Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Dienstleister nachzufragen, um die Seriosität bzw. Legitimität der E-Mail zu klären.
Was tun, wenn man seine Daten preisgegeben hat?
- Umgehend das eigene Finanzinstitut informieren und die involvierten Bank-/Debitkarten sperren lassen.
- Nach telefonischer Voranmeldung die örtliche Stelle der Kantonspolizei aufsuchen und Anzeige erstatten.
Cyberkriminelle verwenden auch das Logo von Aliexpress für ihre Phishing-Versuche. Hier lesen Sie mehr dazu.
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