Stadt Zürich verabschiedet Datenstrategie
Der Zürcher Stadtrat lanciert die erste Zürcher Datenstrategie. Diese soll die effiziente und wirkungsvolle Nutzung von Daten, den verantwortungsvollen Umgang mit Daten, sowie die Datenkompetenz zuständiger Personen und Behörden fördern.
Der Zürcher Stadtrat verabschiedet die erste Zürcher Datenstrategie. Sie soll Daten als strategische Ressource definieren, ihre Verfügbarkeit und Nutzbarkeit verbessern und ein koordiniertes Datenmanagement sicherstellen, wie die Stadt Zürich mitteilt. Die Datenstrategie lege dabei ein Augenmerk auf den datenschutzrechtskonformen Umgang mit den Daten.
In der Stadt Zürich ist der Reifegrad der Datenbewirtschaftung je nach Bereich in der Verwaltung unterschiedlich, wie der "Datenstrategie 2030" zu entnehmen ist. In der Datenstrategie dienen Bereiche mit weit fortgeschrittenen Kompetenzen der Datenbewirtschaftung als Vorbilder für den stadtweiten Umgang mit Daten. Oft sei die Zuständigkeit für Daten unklar, weshalb sie teilweise mehrfach erhoben würden. Die Datenverarbeitung werde heute noch nicht als wertvolle Ressource betrachtet, die zum Nutzen von Verwaltung, Gesellschaft und Wirtschaft eingesetzt werden könnte, heisst es weiter. Das soll die Datenstrategie nun ändern.
Die Stadt Zürich sieht grosses Potenzial in der Nutzung von Daten in der Verwaltung: Bei Entscheidungsfindungen könnten Daten die Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen bieten, Daten können als Grundlage für Automatisierungen und damit Effizienzsteigerungen dienen, durch systematische Nutzung von Daten könnten neue Produkte und Dienstleistungen entstehen und offene Daten könnten die Nachvollziehbarkeit staatlichen Handelns erhöhen. Die Daten der Verwaltung könnten dabei nicht nur der Verwaltung selbst, sondern auch für Innovation in Wirtschaft, Forschung und Smart-City-Initiativen dienen. So entstehe ein Mehrwert für die ganze Gesellschaft.
Drei strategische Zielbereiche
Die Datenstrategie definiert drei strategische Zielbereiche: Das Datenmanagement, die Datennutzung und die Datenkultur.
Unter strategischem Datenmanagement versteht die Stadt, die Daten der Verwaltung so zu bewirtschaften, dass sie in hoher Qualität und versatil für verschiedene Geschäftsprozesse zur Verfügung stehen. Durch das Verhindern von mehrfacher Erhebung von Daten könnten Kosten minimiert werden. Umgesetzt werde dies im stadtweiten Datenkatalog, in dem Daten standardisiert bewirtschaftet und dokumentiert werden. Im Datenkatalog soll ausserdem jeweils geregelt werden, wer für welche Daten zuständig ist.
Als Ziele für die Datennutzung nennt die Stadt Zürich die rechtskonforme Nutzung zur Entscheidungsfindung, Effizienzsteigerung und Digitalisierung. Vorhandene Daten sollen weitergenutzt werden, statt erneut erhoben. Bei der Sekundärnutzung werde ein spezielles Augenmerk auf die Sicherheit der Nutzung geworfen, indem sie rechtlich geprüft werde. Dies gelte vor allem für die Analyse von personenbezogenen Daten. Die Nutzung von datenbasierten Technologien wie KI zur Datenanalyse werde ausserdem gefördert.
Hinter dem Ziel der Datenkultur stehe die Förderung der Datenkompetenz und der Austausch von Wissen. Mitarbeitende in der Verwaltung sollten ein Bewusstsein für die Chancen und Risiken der Datennutzung entwickeln, und die Daten reflektiert bewirtschaften können.
Vorbereitet werde die Umsetzung der Strategie von Spezialisten und Spezialistinnen von "Organisation und Informatik", "Geomatik und Vermessung" und "Statistik Stadt Zürich". Die Strategie werde ab 2027 im Rahmen eines kontinuierlichen Transformationsprozesses umgesetzt.
Im Juli 2026 rief der Regierungsrat des Kantons Zürich das Projekt "SynerKI" ins Leben, um den Einsatz von künslticher Intelligenz in der Verwaltung auszubauen. Mehr dazu lesen Sie hier.
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