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Was das Logistikunternehmen Swissconnect von seinen IT-Partner erwartet

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Das Logistikunternehmen Swissconnect vereint 80 Kurierfirmen, 500 Velo- und 200 Taxikuriere sowie 10 Bahnunternehmen verteilt über die ganze Schweiz. Für die IT des Logistikunternehmens ist Tom Suhr zuständig. Im Interview sagt er, wie IT-Partner ihn dabei unterstützen können und was er von diesen erwartet.

Tom Suhr, IT-Leiter, Swissconnect. (Source: zVg)
Tom Suhr, IT-Leiter, Swissconnect. (Source: zVg)

Was beinhaltet Ihre tägliche Arbeit und wo kommen Sie mit IT-Dienstleistern in Berührung?

Tom Suhr: Meine tägliche Arbeit umfasst die strategische und operative Verantwortung für die IT von Swissconnect, dem schnellsten und nachhaltigsten Kurierdienst der Schweiz. Dies beinhaltet die Weiterentwicklung der Systemlandschaft, IT-Sicherheit und Digitalisierung zur Unterstützung der Fachbereiche. IT-Dienstleister begleiten mich bei der Softwareentwicklung, beim Betrieb und Hosting. Unsere IT-Sicherheit härten wir gerne mit externen Partnern, bei denen spezifisches Know-how und Expertise vorhanden ist.

Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die Ihre IT-Dienstleister mitbringen müssen?

Erstens Verlässlichkeit und Verantwortung. Das Businessmodell von Swissconnect verlässt sich auf eine funktionierende IT praktisch rund um die Uhr. Dieser Verantwortung müssen sich unsere Partner bewusst sein und ihren Teil dazu beitragen. Zweitens fachliche Kompetenz mit einer guten Prise Pragmatismus – fundiertes Know-how, das lösungsorientiert eingesetzt werden kann. Und drittens Kommunikationsstärke. Technische Zusammenhänge sollten verständlich erklärt und transparent kommuniziert werden.

Was sollten (potenzielle) IT-Partner tunlichst vermeiden?

Wenn Kommunikation etwa von Planänderungen oder Schwierigkeiten zu einer Holschuld wird, so schwindet das Vertrauen. Undurchsichtige Verträge, eine intransparente Kostenstruktur sowie keine expliziten Verbindlichkeiten machen eine Zusammenarbeit schwierig.  

Wie kaufen Sie IT-Hardware und -Software beziehungsweise komplette Lösungen ein? Direkt beim Hersteller oder bei einem Händler?

Das hängt stark vom Produkt und Anwendungsfall ab. Unser Bedarf an Hardware ist überschaubar. Da setzen wir auf Händler. Software erstellen wir massgeschneidert in Zusammenarbeit mit unseren Partnern selbst. Standardsoftware beziehen wir vorzugsweise beim Hersteller, idealerweise in Kombination mit kompetenter Integration und Support.

Welche Bereiche Ihrer Unternehmens-IT haben Sie aus­gelagert und welche würden Sie nie auslagern?

Ausgelagert sind vor allem klar definierte Betriebs- und Spezialthemen, etwa Infrastrukturservices. Strategische Aufgaben, Architekturentscheidungen, Governance sowie das tiefgehende Prozessverständnis bleiben bewusst intern, da sie eng mit dem Kerngeschäft und der Unternehmensstrategie verknüpft sind.

Was werden in der nächsten Zeit die grössten technischen Herausforderungen im Bereich IT für Sie sein?

Zu den grössten Herausforderungen zählen die sichere Weiterentwicklung der IT-Landschaft, der Umgang mit zunehmenden Cyberbedrohungen sowie die sinnvolle Integration von künstlicher Intelligenz – stets im Einklang mit Datenschutz, Compliance und Wirtschaftlichkeit.

Wie können IT-Dienstleister Sie dabei unterstützen?

IT-Dienstleister können durch fundierte Beratung, proaktive Impulse und verlässliche Umsetzung einen grossen Mehrwert bieten. Besonders wichtig ist mir, dass sie Trends einordnen, Risiken transparent aufzeigen und uns bei der Umsetzung pragmatisch und partnerschaftlich begleiten.

Setzen Sie KI bereits produktiv ein?

Ja, künstliche Intelligenz wird bereits produktiv eingesetzt, insbesondere zur Effizienzsteigerung, bei der Analyse von Daten sowie zur Unterstützung von Mitarbeitenden in administrativen und technischen Aufgaben. Der Fokus liegt dabei auf einem verantwortungsvollen Einsatz mit klaren Regeln zu Datenschutz, Qualität und Transparenz.

Mit welchen besonderen Herausforderungen im Bereich IT-­Sicherheit hatten oder haben Sie zu tun und wie packen Sie diese an?

IT-Sicherheit ist ein ständig präsentes Thema. Herausforderungen ergeben sich vor allem durch steigende Bedrohungen. Der Mensch wird immer perfider ausgenutzt und unter Druck gesetzt, um sich Zugänge zu verschaffen. Wir begegnen dem mit Audits, technischen Schutzmassnahmen und regelmässigen Awareness-Übungen. Täglich verlassen sich etwa 400 User auf unsere Plattform. Wir härten die Zugänge mit weiteren Faktoren und rotieren Keys.

 

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