Apple-Aktie weiterhin auf Talfahrt
Apples enttäuschende Quartalszahlen bewirken eine erneute Entwertung der Unternehmensaktie. Das verlangsamte Umsatzwachstum und der kontinuierliche Wertverlust des Unternehmens könnten in Zukunft zu einem Wandel des Aktionariats führen.
Gestern hat Apple für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2013 (Oktober bis Dezember 2012) das langsamste Umsatzwachstum seit Jahren ausgewiesen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2011 gab das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 70 Prozent bekannt, 2012 stieg der Umsatz sogar um 73 Prozent. Die jüngst verkündete Umsatzsteigerung von 18 Prozent wirkt daher vergleichsweise enttäuschend.
Die Börse reagierte augenblicklich auf die veröffentlichten Quartalszahlen und schickte die Apple-Aktie weitere 12 Prozent talwärts. Bei Börsenschluss war sie gerade noch 450 US-Dollar wert. Bereits im September letzten Jahres hatte die Aktie rund 30 Prozent ihres Wertes verloren und fiel von 700 Dollar auf 500 Dollar.
Der kontinuierliche Wertverlust der Aktie und das verlangsamte Wachstum des Unternehmens lassen Analysten bei Bloomberg und bei der NZZ nun einen Wandel im Wesen der Aktie erwarten. Wurde die Apple-Aktie bisher als sogenannte Wachstumsaktie gehandelt, werde sie sich womöglich zu einer wertorientierten Aktie, zu einem sogenannten Value Stock, entwickeln.
Dieser für reifende Unternehmen nicht ungewöhnliche Übergang bedeute für Anleger, dass sie künftig weniger auf Kursgewinne, denn auf Dividendenzahlungen setzen würden. Entsprechend könnte sich in Zukunft das Aktionariat von Apple wandeln und mit ihm die Ausrichtung des Unternehmens.
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