F6 Solutions Days in der Schweiz

Comm-Tec zeigt an erster Hausmesse die volle Breite seines Sortiments

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Comm-Tec hat erstmals auch in der Schweiz eine Hausmesse gehalten. Vom 6. bis 8. März zeigte der Distributor die neuen Büros in Glattbrugg, die Highlights von der ISE und die neuen Marken im Sortiment.

Seit Anfang Jahr ist die Schweizer Länderorganisation von Comm-Tec eine eigenständige Distributionsgesellschaft – mit neuen Büros in Glattbrugg und einem eigenen Lager. "Früher waren wir eine reine Vertriebs- und Marketingorganisation", sagt Giuseppe Rizzo, Geschäftsführer von Comm-Tec Schweiz. Statt in Euro fakturiert Comm-Tec seither in Schweizer Franken.

Die Umstellung auf die eigenen Beine verlief gemäss Rizzo gut. Zwar habe Comm-Tec hierzulande noch keine 4000 Artikel an Lager – wie in dem Lager in Deutschland, von dem die Schweizer Niederlassung sich bisher bediente. Dafür seien die Lieferzeiten dank dem hiesigen Lager viel kürzer.

Der Schritt geht einher mit einem Meilenstein: Der Disti ist seit 5 Jahren in der Schweiz aktiv. Grund genug zum Feiern. Und das tat Comm-Tec auch: Vom 6. bis 8. März veranstaltete der Disti seine erste Hausmesse in der Schweiz – die F6 Solutions Days genannt.

Von der ISE nach Glattbrugg

Der Anlass richtete sich gemäss Rizzo an Radio- und TV-Händler sowie AV-Integratoren, die in den Bereichen Conferencing oder Digital Signage tätig sind. Insgesamt kamen 134 Fachbesucher. "Wir zeigen hier in unserem Showroom viele Neuheiten, die direkt von der ISE 2019 kommen", sagte Rizzo. "Für alle, die nicht nach Amsterdam kommen konnten, ist das hier die ideale Plattform."

Die ISE 2019 fand vom 5. bis zum 8. Februar in Amsterdam statt. An der Leitmesse für die Digital-Signage- und AV-Branche zeigte Comm-Tec die "Zukunft der LED-Wände", wie Sie hier nachlesen können.

Dazu zählt etwa die LED-Wand von Digiled. Das in Glattbrugg ausgestellte Gerät hatte vor einem Monat noch den ISE-Stand in Amsterdam geziert. Das besondere an der Digital-Signage-Lösung sei, dass die gesamte Elektronik in der Wandhalterung stecke. Die einzelnen LED-Panels sollen sich daher schnell und einfach austauschen lassen.

Im Video von der ISE 2019 sehen Sie, wie schnell Giuseppe Rizzo und Peter Simon von Comm-Tec ein Panel einer LED-Wand von Digiled ersetzen (Beginnt 2:51).

Im Showroom in Glattbrugg steht eine 2 Meter breite Installation. Gemäss Rizzo könne die LED-Wand auf eine Breite von bis zu 6 Metern vergrössert werden. Das würde dann aber auch etwas kosten: 250'000 Franken, sagte Rizzo.

Unkaputtbares von LG und Peerless-AV

Ein weiteres Highlight im Signage-Bereich war der vierseitige Porträt-Kiosk – eine Zusammenarbeit von Peerless-AV und LG. Eine Säule, die aus vier Ultra-Stretch-Displays von LG besteht. "Der ideale Blickfang, der von allen Seiten die Aufmerksamkeit auf sich zieht", sagte Rizzo.

Das Gerät ist in vier Ausführungen erhältlich: mit einem, zwei, drei oder vier Panels. Für das ausgestellte Modell zahlt ein Kunde insgesamt rund 12'500 Euro – etwa 2500 für das Gehäuse und dazu noch 2500 pro Panel.

Neben dem vierseitigen Kiosk und dem unkaputtbaren Bildschirm zeigte Comm-Tec auch den nur wenige Millimeter dünne Wallpaper OLED-TV von LG. (Source: Netzmedien)

Der Showroom zeigte eine weitere Kooperation von Peerless-AV und LG: den "Schlagmichtot-Bildschirm", wie Rizzo ihn nannte. Gemeint sind die Outdoor-Displays der Xtreme-Reihe. Die Geräte sind gegen Spritzwasser (IP68) und Vandalismus (IK10) geschützt. Mit einer Leuchtkraft von 2500 Nits sind die Displays zudem auch für helle Umgebungen geeignet.

Starkes Signalmanagement und Windows-Player

An der Hausmesse vertreten waren auch die fünf neuen Marken, die Comm-Tec per Anfang Jahr ins Sortiment aufnahm. Aopen (Digital-Signage-Player und All-in-one-Lösungen), Dexon Systems (Signal Management), Panasonic (professionelle Displays), Vaddio (Lösungen für professionelle Videoaufzeichnungen) und Vestel (professionelle Displays).

Dexon demonstrierte etwa die Rechenleistung seiner Signal-Management-Lösungen. Diese verwalten mehrere Video-Inputs und -Outputs zugleich. Die Lösung basiert auf Windows und biete eine entsprechend einfache Bedienung. So können Nutzer per Drag & Drop etwa Überblendeeffekte hinzufügen oder die einzelnen Videostreams verschieben und vergrössern.

Zwischen Dexon Systems und Barco: die Player und Displays von Aopen. (Source: Netzmedien)

Auch Aopen setzt auf Windows. Die Videoplayer der Marke können daher etwa auch Powerpoint- oder Word-Dateien darstellen. Ausser Playern hat Comm-Tec auch Aopen-Displays mit integrierten Playern im Angebot.

Vorträge und Trainings - aber kein Händler-Log-in

Ausser der Ausstellung im Showroom bot die Hausmesse auch ein breites Programm an Vorträgen und Trainings. Am ersten Tag wurden Händler etwa auf das neue RTI-Betriebssystem geschult. Am zweiten Tag folgte ein technisches Training für die Clickshare-Produkte von Barco und am dritten Tag war das Verkaufstraining an der Reihe.

Rund 20 Händler nahmen am RTI-Training teil. (Source: Netzmedien)

Der Betrieb blieb derweil aufrecht. "Unser Backoffice erfasste weiterhin alle Bestellungen und im Lager lud und entlud unser Logistiker fleissig weiter", sagte Rizzo. Lediglich das Händler-Log-in auf der Comm-Tec-Website funktioniert derzeit nicht.

Der Grund sei die Umstellung auf ein neues ERP-System. Comm-Tec arbeite aber "mit Hochdruck". Und Rizzo zeigt sich überzeugt, das Problem in spätestens zwei Monaten behoben zu haben.

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DPF8_129441

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