5G-Netzbetreibern fehlt die Expertise für Cybersecurity
Über die Hälfte der Netzbetreiber verkaufen private, drahtlose Netzwerke an Unternehmenskunden. Das Problem: In den Sicherheitskonzepten der Provider klaffen grosse Lücken, wie eine Studie von Trend Micro und GSMA Intelligence zeigt.
Die Sicherheitskonzepte der grossen Mobilfunkbetreiber sind lückenhaft - dies zeigt eine Studie von Trend Micro und GSMA Intelligence. Für die Studie wurden Unternehmen aus 8 Branchen in 18 Ländern befragt – von Afghanistan bis Zimbabwe.
Den Ergebnissen zufolge verkaufen 68 Prozent der Netzwerkbetreiber drahtlose Privatnetzwerke an Unternehmenskunden – die restlichen 32 Prozent planen, bis 2025 ins Geschäft mit Unternehmenskunden einzusteigen. Sicherheit spielt den Unternehmen dabei eine wichtige Rolle. 45 Prozent der Netzbetreiber halten es für wichtig, in die Sicherheit zu investieren. Deshalb planen gemäss Studie 77 Prozent der Netzbetreiber, private Sicherheitslösungen anzubieten.
Darüber hinaus kommt die Studie zu folgenden Ergebnissen:
51 Prozent aller Netzbetreiber sehen Edge Computing als wichtigen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie, jedoch sichern nur 18 Prozent ihre Endpunkte.
Fast die Hälfte (48 Prozent) aller Betreiber erkennen den Mangel an Expertise oder Tools zur Erkennung von Schwachstellen als grösste Sicherheitslücke bezüglich dem Ausbau der 5G-Netze.
39 Prozent der Netzbetreiber beschäftigen nur wenige Sicherheitsexperten.
41 Prozent der befragten Unternehmen haben Schwachstellen in der Netzwerkvirtualisierung.
Gemäss Trend Micro verändern sich die Bedrohungsvektoren. Grund dafür sieht das Cybersecurity-Unternehmen in den neuen Kommunikationstechnologien wie etwa 5G, Edge Computing, Cloud Computing, Private Wireless und IoT.
Die Studie basiert auf zwei Umfragen von GSMA Intelligence:
An der Umfrage "GSMA Intelligence Operators in Focus 2021" nahmen 100 Entscheidungsträger von Netzbetreibern aus aller Welt teil. Befragt wurden die Teilnehmenden insbesondere zu den wahrgenommenen Chancen von 5G.
An der Umfrage "The GSMA Intelligence Enterprise in Focus 2020" nahmen 2873 Entscheidungsträger aus Unternehmen aus acht Branchen in 18 Länder teil.
Die Ergebnisse der Umfragen stehen online zum Download bereit.
Übrigens hat Trend Micro dieses Jahr eine Keynote zu seinem Sicherheitsangebot und der Zero-Trust-Philosophie gehalten. Mehr dazu hier im Eventbericht.
Wenn Sie mehr zu Cybercrime und Cybersecurity lesen möchten, melden Sie sich hier für den wöchentlichen Newsletter von Swisscybersecurity.net an. Auf dem Portal gibt es täglich News über aktuelle Bedrohungen und neue Abwehrstrategien.
KI-Nutzung in Unternehmen steigt - doch der finanzielle Nutzen stagniert
OpenAIs neues Sprachmodell nutzt Computer präziser und befolgt Beschränkungen besser
Nvidia übernimmt Hugging Face für fast 13 Milliarden US-Dollar
Infomaniak gewinnt Green Business Award
Update: OpenAI tüftelt an automatischem KI-Kill-Switch
Wie man ein funktionales Batmobile baut - Schritt 1 von voraussichtlich sehr vielen
So stärkt der Kanton Waadt die Digitalisierung der Verwaltung
Exxas wächst auf über 10'000 Nutzer und baut sein Partnernetzwerk aus
Wieso das HR bei der KI-Transformation eine Schlüsselrolle spielt