Kampf um das beste Handy-Glas
Zwei Hersteller von Glasabdeckungen für Mobil-Displays kündigen fast gleichzeitig Neuentwicklungen an.
Während Corning, amerikanischer Hersteller für Glasabdeckungen, sein Gorilla-Glas bei Smartphones etablieren konnte, hatte das deutsche Unternehmen Schott bisher das Nachsehen. Nun haben beide Unternehmen Neuentwicklungen angekündigt, wobei sie unterschiedliche Philosophien verfolgen.
Wie Itespresso.de berichtet, will Schott mit einem besonders widerstandsfähigen Glas namens Xensation Cover dem Konkurrenten den Rang ablaufen. Das Xensation Cover sei widerstandsfähiger als das Gorilla-Glas von Corning. Der Hersteller spricht von einer stärkeren Resistenz gegen Biegeverformung als vergleichbare Materialien. Schott könne zudem die Herstellungsdauer verkürzen, da sich das Glas schnell chemisch stärken lasse. Erste Smartphones sollen bereits im dritten Quartal dieses Jahres mit Xensation Cover erhältlich sein.
Glas um Geräte herumwickeln
Corning seinerseits arbeitet gemäss Itespresso.de an einem biegsamen Glas namens Willow Glass. Dem Hersteller zufolge lässt sich das Glas um Geräte herumwickeln und eigne sich deshalb für OLED-Bildschirme. Bei der Herstellung seien niedrige Temperaturen von 500 Grad Celsius erforderlich, weshalb das Glas theoretisch auch für die Fertigung mit Walzen geeignet sei, die dann ähnlich wie Zeitungen bedruckt werden könnten. Für Dipak Chowdhury, der bei Corning für Willow Glass zuständig ist, sei diese Entwicklung ein lang erwarteter Durchbruch für die Branche. "Derzeit fertigt man das Glas noch lagenweise, aber am Ende der Entwicklung werden Kunden es per Walze herstellen können", zitert ihn Itespresso.de.
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