Visa Payment Monitor

Smartphones sind das beliebteste Zahlungsmittel der Schweiz

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von Valentina Graziano und jor

Eine Visa-Umfrage zeigt, dass Smartphones erstmals die physischen Debitkarten überholen, während viele Bargeld nur noch aus Sorge mit sich tragen, nicht digital bezahlen zu können. Der Schweizer Bevölkerung sind Sicherheit, Schnelligkeit und breite Akzeptanz beim Bezahlen am wichtigsten.

(Source: Jonas Leupe / Unsplash.com)
(Source: Jonas Leupe / Unsplash.com)

Schweizerinnen und Schweizer nutzen erstmals lieber das Smartphone als die Debitkarte oder Bargeld. Das zeigt die neueste Umfrage des Kartenanbieters Visa und des Marktforschungsinstituts Forsa im "Visa Payment Monitor". Rund 28 Prozent der Befragten bevorzugen mobile Zahlungen. Knapp dahinter folgen physische Bezahlkarten mit 27 Prozent und Bargeld mit 25 Prozent. 

Sicherheit (63 Prozent), Schnelligkeit (52 Prozent) und breite Akzeptanz (50 Prozent) - das sind die wichtigsten Aspekte beim Bezahlen für die Schweizer Bevölkerung. Auch wenn Bargeld immer noch das Vertrauen der meisten Befragten geniesst, präferiert die Mehrheit eine digitale Zahlungsmethode. Laut Umfrage tragen 49 Prozent Bargeld mit sich, aus Angst, nicht digital bezahlen zu können. Dies bringt für den Handel Konsequenzen. Denn 32 Prozent meiden Geschäfte, die nur Bargeld akzeptieren. Im Jahr 2023 lag dieser Wert noch bei 29 Prozent.

"Die Bevölkerung steht der Digitalisierung offen gegenüber. Wir sehen das klar beim Blick auf die Bezahltrends in der Schweiz", sagt Santosh Ritter, Country Manager Schweiz und Liechtenstein bei Visa. "Das ist für uns ein schöner Beleg dafür, dass das Vertrauen in digitale Bezahlmöglichkeiten insgesamt wächst"

Das Bild zeigt Santosh Ritter, Country Manager Schweiz und Liechtenstein bei Visa.

Santosh Ritter, Country Manager Schweiz und Liechtenstein bei Visa. (Source: zVg)

Junge Erwachsene bevorzugen digitale Zahlungen

72 Prozent der Befragten in der Altersgruppe 18 bis 35 Jahre sind der Meinung, dass heute Karten- oder mobile Zahlung überall möglich sein sollte. Das zeige sich laut Umfrage auch an dem Interesse an zukünftigen Technologien wie der E-ID. 65 Prozent dieser Altersgruppe planen bereits, die kommende Schweizer E-ID zu nutzen.

Smartphone verdrängt das Portemonnaie 

Zwei von drei jungen Erwachsenen (66 Prozent) entscheiden sich für mobiles Bezahlen. Insgesamt bezahlen 49 Prozent der Gesamtbevölkerung mit dem Smartphone via QR-Code oder virtueller Kreditkarte. Das zeigt sich auch an den 59 Prozent, die sich beim Verlassen des Hauses für das Smartphone statt für das Portemonnaie entscheiden würden. Gegenüber 2022 ist das eine Steigerung um 11 Prozent, wie es in der Mitteilung heisst. Im Vergleich zu Deutschland (49 Prozent) und Österreich (44 Prozent) liegt die Schweiz damit vorn.  

Wie sieht die Zukunft aus?

In fünf Jahren wird es normal sein, nicht mehr mit Bargeld zu bezahlen - dieser Meinung sind 51 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. Ausserdem glauben 30 Prozent der Befragten, dass KI künftig Einkäufe übernimmt.

Doch neue Technologien sorgen auch für Zurückhaltung. So äussern 72 Prozent leichte bis grosse Bedenken bei der Nutzung von Instant Payments, etwa aufgrund der fehlenden Rückbuchungsmöglichkeit. Auch bei der kommenden E-ID gibt es noch Vorbehalte: 45 Prozent sorgen sich den Ergebnissen zufolge um den Datenschutz und die Sicherheit bei einem Verlust des eigenen Endgerätes. 

Demgegenüber steht, dass ein Drittel der Befragten den Vorteil erkennt, alle Ausweise und Dokumente an einem Ort zu speichern, während fast ein Drittel den Vorteil sieht, sich schnell authentifizieren zu können. 

"Egal ob Echtzeitüberweisungen, digitale Identitäten oder das Einkaufen mit KI: Digitale Innovationen können ihr Potenzial nur dann vollständig entfalten, wenn Sicherheit und Vertrauen für die Konsumentinnen und Konsumenten spürbar sind", merkt Santosh Ritter an. "Entscheidend ist, dass Banken, Zahlungsunternehmen und Behörden gemeinsam daran arbeiten, digitale Angebote einfach und sicher zu gestalten."

 

Das Marktforschungsinstitut Forsa führte die Umfrage im November 2025 im Auftrag von Visa online durch. 1022 in der Schweiz wohnhafte Personen ab 18 Jahren inahmen daran teil. Darunter waren 505 in der Altersgruppe 18 bis 35 Jahre. 

 

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