Jahresbericht

BACS hat 2025 über 18 Millionen Franken ausgegeben

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von René Jaun und cbi

Das BACS hat im Jahr 2025 rund 2000 mehr Meldungen zu Cybervorfällen erhalten als im Vorjahr. Über 200 Mal meldeten sich Betreiber kritischer Infrastrukturen im Rahmen der seit April 2025 bestehenden Meldepflicht. Insgesamt gab das Bundesamt 18,4 Millionen Franken aus.

(Source: john / stock.adobe.com)
(Source: john / stock.adobe.com)

Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) blickt in seinem Jahresbericht auf ein aktives Jahr 2025 zurück. In der Mitteilung zum Jahresbericht spricht das Bundesamt von einem "Jahr der Konsolidierung und Stärkung seiner operativen Fähigkeiten" und fasst ein paar wichtige Zahlen und Aktivitäten zusammen.

Als Meilenstein bezeichnet das BACS die Einführung einer Meldepflicht für Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen, die seit dem 1. April 2025 gilt. Im Verlauf von 2025 reichten Betreiber solcher Infrastrukturen insgesamt 222 Meldungen zu Angriffen ein. Seither steigt diese Zahl beharrlich weiter: Bis im Februar 2026 waren es schon über 260 solcher Meldungen, wie das BACS unlängst bekanntgab.

Auch abgesehen von diesen Pflichtmeldungen gingen beim BACS viele Benachrichtigungen ein: Es verarbeitete 2025 64'733 freiwillige Meldungen zu Cybervorfällen, wie es schon bei anderer Gelegenheit bekanntgab. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von rund 2000 Meldungen. Das BACS sieht in diesen Zahlen ein Indiz dafür, "dass die Cyberrisiken im Bewusstsein der Schweiz angekommen sind". Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat sich die Zahl Meldungen zu mit Schadsoftware infizierten Geräten, nämlich auf 2'347'618. Und ein Plus von 41 Prozent meldet die Behörde bei den durch ethische Hacker gemeldeten Schwachstellen. 525 Meldungen gingen dazu im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein.

Zusammenarbeiten gestärkt

Lobend erwähnt das BACS zudem den Cyber Security Hub (CSH), der mittlerweile rund 1600 Mitglieder verzeichnet und der als zentrale Meldeplattform fungiert.

In vielerlei Hinsicht stärkte das BACS im Jahr 2025 die Zusammenarbeit. Dazu gehören viele sektorspezifischen Kooperationen, etwa jene mit dem Swiss Financial Sector CSC (FS-CSC), dem Healthcare-CSC und dem Rail ISAC.

Um die präventive Cybersicherheit zu stärken, entwickelte das BACS die Cybersicherheits- und Resilienzmethode (CSRM). Ausserdem erstellte das Bundesamt mit seinen Partnern ein Notfallkonzept, praxisnahe Hilfsmittel sowie ein Erklärvideo.

Mit mehr Budget in die Zukunft

Seine Ausgaben für das Jahr 2025 beziffert das BACS auf 18,4 Millionen Franken. Der Betrag umfasse sowohl Personal- als auch Sach- und Betriebskosten, schreibt die Behörde. Im Ausblick weist das Bundesamt auf die Ende 2025 vom Parlament beschlossene Aufstockung des Budgets hin. Die Räte hätten damit ein deutliches Bekenntnis zur Stärkung der Cybersicherheit abgelegt, so das BACS. Die zusätzlichen Mittel ermöglichten es dem BACS, seine Aufgaben weiterhin zu erfüllen und in die technologische und personelle Weiterentwicklung des Amtes zu investieren.

Konkret entschieden die eidgenössischen Räte, die Mittel des BACS 2026 von 16 Millionen Franken um 10 Millionen auf rund 26,25 Millionen Franken zu erhöhen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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