Wartung von SAP-Systemen wird vernachlässigt
Accenture hat den Einsatz von SAP-Systemen und –Anwendungen in Unternehmen in der DACH-Region untersucht. Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen erkenne Probleme, nur jeder Dritte will oder kann jedoch handeln.
Accenture hat die Studie "Optimierung von SAP-Systemlandschaften" veröffentlicht. Dafür befragte das Unternehmen IT-Verantwortliche aus 100 Unternehmen in der DACH-Region. Der Dienstleister kommt dabei zum Schluss, dass viele Firmen über Jahre die Wartung ihrer SAP-Landschaft vernachlässigt haben.
SAP-Systeme und –Anwendungen seien in den vergangenen Jahren wesentlich komplexer geworden, ohne dass sie dabei ausreichend gewartet und abgestimmt worden wären. Neue Anwendungen wurden installiert, weiter Module hinzugefügt. In drei Viertel der Grossunternehmen gibt es laut der Studie heute parallele Systeme, die durch die Integration von Standorten und Übernahmen entstanden sind.
Hoher Optimierungsbedarf
Die IT-Verantwortlichen erkennen die "mangelnde Fitness" ihrer SAP-Systeme, erklärt Accenture. 62 Prozent der in der Studie Befragten halten es für dringend, Geschäftsprozesse zu vereinheitlichen, die von SAP-Anwendungen unterstützt werden. Die Hälfte sieht den Bedarf, die in den Systemen hinterlegten Geschäftsdaten zu harmonisieren. 44 Prozent halten eine technische Konsolidierung für erforderlich.
Nur wenige wollen jedoch eine Optimierung in den kommenden zwei Jahren angehen. Ein Drittel der Befragten will Prozesse vereinheitlichen und Daten harmonisieren. 22 Prozent wollen Rechenzentren und Server konsolidieren.
Als Hindernisse für eine allfällige Optimierung nannten die Befragten den zu erwartenden hohen Aufwand (53 Prozent), fehlendes Budgets (49 Prozent) sowie Widerstände der Geschäftsbereiche (47 Prozent), deren Prozesse betroffen wären.
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