Altgeräte-Allianz
Swico und Sens haben sich mit weiteren europäischen Anbietern von Rücknahmesystemen verbündet. Sie wollen Richtlinien und Prozesse beim Recycling europaweit vereinfachen.
Neun europäische Rücknahmesysteme haben eine Allianz gegründet. Sie wollen mit dem Joint Venture WEEE Europe Mängel in der revidierten WEEE-Richtlinie (Waste Electrical and Electronic Equipment) beheben. WEE Europe nimmt mit Sitz in München ab 2015 den operativen Betrieb auf, wie Swico mitteilt.
Unter den Gründungsmitgliedern befinden sich mit Sens und Swico auch zwei Schweizer Organisationen. Der WEEE Europe führt derzeit Gespräche mit weiteren möglichen Partnern, um ab 2015 eine europaweite Abdeckung zu erreichen.
Wie Swico mitteilt, herrscht im europäischen Raum eine Vielfalt an gesetzlichen Richtlinien in Bezug auf das Recycling von elektronischen und elektrischen Geräten, was eine Herausforderung für international tätige Hersteller und Importeure darstellt. Schliesslich habe jedes Land unterschiedliche Anforderungen an Registrierung und Mengenmeldung bei der Markteinführung von Produkten, um deren spätere Rücknahme und Recycling sicherzustellen.
WEEE Europe soll Herstellern, Importeuren und anderen Marktteilnehmern die Erfüllung ihrer unterschiedlichen nationalen Pflichten aus einer Hand erfüllen. Christian Ludwig, Geschäftsführer der WEEE Europe, erklärt: "Der Verwaltungsaufwand für alle Marktteilnehmer ist enorm, vom Mittelständler bis hin zum Grosskonzern. Wir wollen Prozesse vereinfachen und dabei effiziente Lösungen zur Erfüllung der verschiedenen nationalen Meldepflichten zu attraktiven Preisen anbieten."
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