Geschäftsjahr 2012

Gigaset mit Umsatzschwund und Verlust

Uhr | Aktualisiert

Gigaset schliesst das Geschäftsjahr 2012 mit einem Umsatzrückgang von 16 Prozent und einem Verlust von rund 34 Millionen Euro. Nun will das Unternehmen den Turnaround mit Sparmassnahmen und einer Innovationsoffensive schaffen.

(Quelle: stock.xchng)
(Quelle: stock.xchng)

Der Hersteller von DECT-Telefonen, Gigaset, hat gestern seinen Geschäftsbericht 2012 veröffentlicht. Das Unternehmen schloss das Geschäftjahr mit einem Umsatzrückgang um 16 Prozent von 520,6 Millionen Euro auf 437,2 Millionen Euro. Im genannten Zeitabschnitt erwirtschaftete Gigaset einen Verlust von 33,8 Millionen Euro. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf 30,7 Millionen Euro.

Umsatz nach Regionen

Am stärksten bildete sich Gigasets Umsatz 2012 mit einem Minus von 40,8 Prozent in den USA zurück, wo das Unternehmen rund 5 Prozent seines Umsatzes erzielte. In der umsatzstärksten Gegend, in Europa, gingen die Umsätze um 4,7 Prozent zurück, in Asien-Pazifik und im Mittleren Osten um 13,7 Prozent.

Analog entwickelten sich die Konzerngewinne beziehungsweise -verluste. In den USA stiegen die Verluste im Vergleich zum Vorjahr von -0,7 Millionen Euro auf -6,5 Millionen Euro. In Europa fielen die Gewinne von 58,9 Millionen Euro auf 9,7 Millionen Euro. In der Region Asien-Pazifik und im Mittleren Osten reduzierten sich die Gewinne von 1,6 Millionen Euro auf 1,3 Millionen Euro.

Mitarbeiterbestand entwickelt sich zurück

Der sich seit Jahren fortsetzende Umsatzschwund des Unternehmens führte auch 2012 zu einem Stellenabbau. Waren 2009 gesamthaft noch rund 5000 Mitarbeiter bei Gigaset beschäftigt, fiel der Mitarbeiterbestand 2010 auf 2333, 2011 auf 1875 und erreichte 2012 den vorläufigen Tiefststand von 1743 Mitarbeitern.

Optimistisch dank Neuausrichtung

Gigaset-CEO Charles Fränkle zufolge entsprechen Umsatz und operatives Ergebnis den Erwartungen des Unternehmens. Die Massnahmen zur Effizienzsteigerung würden deutliche Effekte zeigen. Alleine aus Personalmassnahmen habe Gigaset mehr als 12 Millionen Euro einsparen können. Auch werde eine Überprüfung der Profitabilität von Märkten ausserhalb Europas durchgeführt, um die Ertragslage weiter zu verbessern.

Den eigentlichen Turaround will Gigaset vermutlich mit seiner Innovationsoffensive 2013 schaffen. Im zweiten Geschäftsquartal sollen die neue Connected Home-Lösung "Gigaset elements" und neue Android-basierte Produkte auf den Markt kommen. Mit "Gigaset elements" erweitere das Unternehmen sein Geschäftsmodell als Hardware-Hersteller um die Dimension eines Internet-Dienstleisters. Die Einführung von Android-basierten Produkten bringe mehr Bedienkomfort für Smartphone-geübte Nutzer, spare Entwicklungskosten und ermögliche schnellere Produktzyklen, glaubt Fränkl.

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