Foxconn meldet leichten Umsatzrückgang
Der taiwanesische Auftragsfertiger Foxconn hat seine Zahlen für das zweite Quartal dieses Jahres vorgelegt. Der Umsatz des Konzerns ging leicht zurück. Dafür kletterte aber der Gewinn.
Foxconn Electronics hat im zweiten Quartal dieses Jahres 879,09 Milliarden New Taiwan Dollars (NT) umgesetzt. Das entspricht umgerechnet rund 26 Milliarden Franken und im Quartalsvergleich einem Rückgang von 0,49 Prozent, wie Digitimes berichtet.
Der Gewinn belief sich im zweiten Quartal auf 20,19 Milliarden NT oder umgerechnet etwa 609 Millionen Franken. Im Vergleich zum ersten Quartal fiel der Gewinn damit 3,2 Prozent höher aus.
Umsatz ging auch auf das erste Halbjahr gerechnet zurück
Die Bruttomarge verbesserte sich um 1,01 Prozentpunkte auf 7,05 Prozent. Grund dafür war nach Angaben von Foxconn eine bessere Produktionseffizienz durch Automation verschiedener Herstellungsprozesse.
Auf das erste Halbjahr gerechnet setzte der Auftragsfertiger mit 1,76 Billionen NT etwas weniger um, als ein Jahr zuvor. Der Gewinn kletterte hingegen im Jahresvergleich um annähernd 20 Prozent auf 39,73 Milliarden NT.
Ende Juli nahm sich wieder ein Foxconn-Arbeiter das Leben
Foxconn ist vor allem bekannt dafür, für Unternehmen wie Apple oder Samsung zu fertigen. Weitere Kunden sind Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony und Toshiba.
Der Konzern macht zudem regelmässig Schlagzeilen wegen schlechter Arbeitsbedingungen und Selbstmorde seiner Angestellten. Erst Ende Juli soll sich ein 22-jähriger Foxconn-Arbeiter durch einen Sprung aus dem siebten Stock eines Gebäudes des Konzerns das Leben genommen haben. Der Mann habe in der Produktion gearbeitet, wie Reuters unter Berufung auf chinesische Medien berichtete.
Foxconn beschäftigt allein in China rund 1,2 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren. Ausser in China unterhält Foxconn auch in Osteuropa, Mexiko, Brasilien und weiteren Staaten Produktionsstandorte.
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