Lügen
Körpersprache kann man nicht verstecken. Körpersprache ist universell. Körpersprache kann jeder verstehen lernen. Persönlichkeitstrainer Rolf Senger erklärt wie. In diesem Teil geht es um das Lügen.
Ob Sie es gerne hören oder nicht: Sie lügen 150 bis 200 Mal pro Tag! Aber Sie sind nicht allein. Auch Ihr Gegenüber lügt so häufig! Das empört Sie? Oder fühlen Sie sich entlarvt? Ganz ruhig!
"Schatz, gefällt Dir mein neues Kleid?"
Zu den Unwahrheiten gehören ja auch die sozialen Lügen: "Schatz, gefällt Dir mein neues Kleid?" Wehe, Sie sagen die Wahrheit, etwa, dass das Kleid alles andere als vorteilhaft für die Figur ist ... Wenn ein Verkäufer Ihnen sagt: "Natürlich funktioniert alles so, wie Sie es möchten", wissen Sie, dass dies nicht der Wahrheit entspricht.
Doch woran knüpfen Sie Ihre Feststellung? Intuition? Menschenkenntnis? Oder war es doch der trockene Mund, den man hört. Waren die Augen bei der Aussage nicht direkt auf Sie gerichtet? Hat sich das Gegenüber die Hände an den Oberschenkeln trockengerieben? Oder war es eine unbewusste Deutung Ihrerseits, dass sich bei der Aussage nur eine Schulter gesenkt oder gehoben hat? Wurde mit dem Handrücken gegen Sie gedeutet? Wurde diese Geste sogar mit einem "Wegwischen" über den Tisch verstärkt?
Lügen erfordern grosse Konzentration
Diese kleinen "Tells", die Sie bewusst oder unbewusst wahrnehmen, entscheiden über die Glaubwürdigkeit des Gegenübers. Übrigens: Leute, die Ihnen eine falsche Geschichte auftischen, blinzeln sehr wenig bis gar nicht, wenn sie erzählen. Im Gegensatz zu erlebten Dingen, erfordern Lügen grosse Konzentration.
Falls Sie wieder einmal eine Intuition haben, eine Erklärung kann nicht wahr sein, fragen Sie häufig nach. Lassen sich die Geschichte von Anfang bis Schluss erklären. Das macht es dem Gegenüber schwerer, einem etwas vom Pferd zu erzählen.
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