Sony kommt nicht zur Ruhe
Nach Millionenverlusten im ersten Quartal reduziert Sony die Gewinnprognose für 2012. Die Sony-Aktie sinkt weiter.
Sony hat nach dem vierten Jahresverlust in Folge seine Gewinnprognose gekürzt. Nachdem im Mai noch ein Gewinn von 30 Milliarden japanische Yen (knapp 375 Millionen Schweizer Franken) als Jahresziel angegeben wurden, reduzierte das Unternehmen die Gewinnprognose für 2012 auf 20 Milliarden Yen (rund 250 Millionen Franken).
Dass dieser Gewinn erzielt wird, scheint aber nicht allzu realistisch. Das vergangene Quartal schloss Sony mit einem Verlust von 24,6 Milliarden Yen ab, rund 307,5 Millionen Franken Minus.
Starke Konkurrenz
Wie Bloomberg berichtet, machen dem Elektronikkonzern vor allem die schwache Nachfrage und der starke Yen zu schaffen. Viele Konsumenten würden eher zu Produkten von Samsung, LG oder Apple greifen.
Für alle Sparten rechnet Sony mit einem Umsatzrückgang. Nur bei den Smartphones zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und rechnet mit einem leichten Anstieg der Verkäufe.
Drastische Sparmassnahmen
Kazuo Hirai, seit April neuer CEO, kündigte drastische Sparmassnahmen an. Er will 10'000 Stellen streichen, die TV-Sparte mit weniger Modellen neu ausrichten und den Fokus auf Videospiele, digitale Fotoapparate und mobile Geräte setzen.
Die Aktien von Sony befinden sich derzeit auf dem tiefsten Stand seit mehr als 30 Jahren.
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