Die Uni Basel geht mit der Zeit
Die Universität Basel ist eine Partnerschaft mit der Onlineplattform Futurelearn eingegangen. Auf dieser bietet die Uni künftig komplette E-Learning-Kurse an. Von einem ersten Versuch erhoffen sie sich Erfahrungen für die Zukunft des akademischen Lernens.
Die Universität Basel hat sich mit der Zukunft der universitären Wissensvermittlung befasst. Schon jetzt setzen viele Unis auf Hybridlösungen, bei denen unter anderem die noch traditionell stattfindenden Vorlesungen abgefilmt und online gestellt werden. Auch die Universität Basel setzt seit 2003 auf solche auch «Blended Learning» genannten Unterrichtsformen.
Nun nahm die Bildungsinstitution ein Pilotprojekt in Angriff, das noch einen Schritt weiter geht. Im Zuge dessen will die Uni sogenannte Massive Open Online Courses (Moocs) ins Angebot nehmen. Der Leiter des Mooc-Projekts, Thomas Lehmann, erklärt, was man darunter versteht: "Moocs sind E-Learning-Kurse, die eine Vielzahl an Lernformen miteinander kombinieren. Dazu gehören Videos, Artikel, Diskussionen und Multiple-Choice-Fragen, um nur eine Auswahl zu nennen". Moocs seien also weit mehr als abgefilmte Vorlesungen. Dementsprechend sei auch der Aufwand für die Produktion viel höher, da Konzepte und Drehbücher geschrieben werden müssten.
Für das Projekt arbeitet die Uni Basel mit der E-Learning-Plattform Futurelearn zusammen, die sich auf Moocs spezialisierte. Die Wahl begründet Lehmann mit einem guten Qualitätsmanagement und der sehr guten Usability der Plattform. Zudem komme die englische Sprache der globalen Vernetzung der Studenten zugute.
In den nächsten zwei Jahren sollen sechs Kurse der Uni ins Mooc-Format gepackt werden, darunter "Exploring Possible Futures" im Bereich Wirtschaft und "From Ink to Sound" in den Musikwissenschaften, sagt Lehmann.
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