Negativspirale im Detailhandel
Die Preise fallen, die Umsätze auch: Der Schweizer Detailhandel hat seit Jahresbeginn schwierige neun Monate erlebt. Insbesondere der Non-Food-Bereich leidet.
Der Schweizer Detailhandel hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt weniger umgesetzt. Wie GfK Switzerland in einer Mitteilung zum Markt-Monitor schreibt, sank der Gesamtumsatz um 1,8 Prozent. Schwache Monate seien insbesondere der April, Mai und Juni mit minus 4 bis minus 5 Prozent gewesen. Wie sich das Gesamtjahr entwickelt, wird das Einkaufsverhalten im Weihnachtsgeschäft zeigen, wie GfK bemerkt.
Für den Lebensmittelhandel sah es etwas besser aus. In diesem Bereich lag das Minus bei 1,2 Prozent. Der Non-Food-Handel hingegen musste ein Minus von 3,2 Prozent hinnehmen. Die Analysten von GfK Switzerland weisen darauf hin, dass sich in den Non-Food-Märkten Preissenkungen weiterhin sehr stark bemerkbar machen. Deren Produkte seien einer hohen (Online-)Preistransparenz ausgesetzt.
Folgen des SNB-Entscheids
Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten eine Minusteuerung von 1,1 Prozent. Damit erlebte der Schweizer Detailhandel seit Jahren keine Teuerung mehr. Die Preisspirale drehte sich auch durch die Aufhebung des Euromindestkurses nach unten. In vielen Märkten hätten sich durch den Entscheid der SNB tiefere Durchschnittspreise manifestiert. GfK befürchtet aber, dass die getroffenen Massnahmen nicht genügen, um der Abwanderung der Käufer entgegenwirken zu können.
Auch eine Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zur Konsumentenstimmung kam zum Ergebnis, dass das Konsumklima in der Schweiz schlecht ist. Laut Seco verharrt der Index mit minus 18 Punkten im Oktober auf einem historisch tiefen Niveau.
ICT mit Umsatzminus von 2,5 Prozent
Das grösste Umsatzminus in den ersten neun Monaten des Jahres im Non-Food-Bereich verbuchte laut GfK das Segment Fashion/Style mit minus 4,1 Prozent. Die Kategorie Multimedia/Unterhaltungselektronik/IT/Foto/Entertainment erlebte ein Umsatzminus von 2,5 Prozent.
Der "GfK Markt-Monitor Schweiz" von GfK Switzerland entsteht in Zusammenarbeit mit 40 grossen Detailhändlern, die nach eigenen Angaben rund 50 Prozent des gesamten Detailhandelsumsatzes ausmachen. Das sind ausser Migros und Coop auch Multimedia-Filialisten wie Media Markt, Brack.ch, Digitec/Galaxus und weitere. Der Fachhandel ist nicht integriert.
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