API-Streit zwischen Oracle und Google

Oracle will mehr Geld von Google

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Im Urheberrechtsstreit mit Google hat Oracle einen Experten aufgeboten. Dieser schätzt die Summe der entgangenen Gewinne für Oracle auf fast 10 Milliarden US-Dollar. Google widerspricht.

Oracle lässt nicht locker. Der Softwarekonzern von Larry Ellison verlangt nun 9,3 Milliarden US-Dollar von Google wegen Urheberrechtsverletzungen durch Android an Java, wie The Register berichtet.

Letztes Jahr wollte Oracle noch rund 1 Milliarde Dollar. Oracle bezieht sich auf einen Experten. Dieser taxiert in einem Bericht Oracles Schaden auf 475 Millionen Dollar. Zusätzlich sei Oracle rund 8,8 Milliarden Dollar an Profit aus Geschäften von Google mit Android entgangen.

Google widerspricht: Der Experte habe etwa fälschlicherweise Umsätze aus der Werbevermarktung und Hardware-Umsätze in seine Schätzung einberechnet. Der Android-Hersteller erwartet vom Gericht, dass der Experte gar nicht erst als solcher auftreten darf.

Streit begann im Jahr 2010

2010 hatte Oracle das Softwareunternehmen Sun und damit Java übernommen. Kurz darauf verklagte Oracle Google. Worum geht es genau? Oracle wirft Google vor, mit dem Betriebssystem Android wichtige Java-Patente zu verletzen.

Google nutze 37 APIs (Application Programming Interfaces, Programmierschnittstellen) von Java. 2010 wurde Google verklagt, 2012 gewann das Unternehmen den Prozess. APIs seien nicht patentierbar, entschied der Richter damals. Damit schien der Fall ad acta gelegt. Ein Berufungsgericht hob den Entscheid aber auf.

Google scheitert am Supreme Court 

Eine Anhörung Googles am Supreme Court wurde von diesem abgewiesen. Google hatte darum gebeten, den Umfang einzuschränken, indem Softwarehersteller Urheberrechte an Programmen geltend machen können. Google argumentierte, dass es Oracle nicht erlaubt sein dürfe, Urheberrechte auf grundlegende Softwarebefehle geltend zu machen.

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