Neue Preispolitik

Oracle verdoppelt Lizenzgebühren in AWS-Cloud

Uhr | Aktualisiert
von David Klier

Oracle hat die Lizenzpreise für seine Software angepasst. Das betrifft Anwender, welche die Software in der Cloud von Amazon Web Services laufen lassen und Hyperthreading deaktivieren. Für die wird es teuer.

(Quelle: Fotolia)
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Wer Oracle Software in der Cloud von Amazon Web Services nutzt, wird jetzt von Oracle doppelt zur Kasse gebeten, wie The Register berichtet. The Register beruft sich auf einen Blogpost von Tim Hall.

Hall ist ein britischer Entwickler mit etlichen Oracle-Zertifizierungen. Er schreibt regelmässig über Oracle und entdeckte ein Dokument mit Oracles neuer Lizenzpolitik.

EMBED https://twitter.com/oraclebase/status/825293348214829056

Bislang behandelte Oracle eine virtuelle CPU von AWS demnach jeweils als einen halben Kern. Wer also zwei virtuelle CPUs in der Cloud von AWS verwendete, benötigte für seine Oracle-Software eine Lizenz für eine CPU.

Jede AWS-CPU benötigt jetzt eine eigene Lizenz

Das ist jetzt nicht mehr so. In seiner neuen Lizenzpolitik behandelt Oracle eine virtuelle AWS-CPU als vollen Kern, sofern Hyperthreading deaktiviert ist. Wer zwei virtuelle CPUs verwendet, benötigt also zwei Lizenzen.

Ist Hyperthreading aktiviert bleibt alles beim alten. Zwei virtuelle AWS-CPUs benötigen weiterhin nur eine Oracle-Lizenz für eine CPU.

Neue Regelung gilt auch für Azure

Laut Tim Hall hat die neue Lizenzpolitik auch etwas gutes. Jetzt sei nämlich unmissverständlich klar, wie virtuelle CPUs verschiedener Cloud-Provider von Oracle behandelt würden.

In Microsofts Azure-Cloud gilt nun die gleiche Regelung. Pro virtuelle CPU benötigt ein Anwender eine Lizenz.

The Register liess sich diese Veränderung von dem australischen Oracle-Berater Pieter Jansen bestätigen. Oracle selbst wollte offenbar noch keine Stellung nehmen.

Webcode
DPF8_23389

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