Marktbericht

Schweizer Laptop-Markt fängt sich – fürs Erste

Uhr | Aktualisiert

Im Geschäft mit Rechnern sah es lange Zeit düster aus. Desktops, Notebooks und Tablets verkauften sich von Jahr zu Jahr schlechter. Doch 2017 gab es einen Lichtblick. Mit Laptops erzielten Schweizer Händler wieder steigende Umsätze, wie Zahlen von GfK Switzerland zeigen. Wie es weitergeht, rechnen die Marktforscher vor.

(Source: Pixabay / CC0 Creative Commons / rawpixel)
(Source: Pixabay / CC0 Creative Commons / rawpixel)

Wer nur Computer verkauft, hat wenig zu lachen. Tablets – einst als Mobilgeräte der Zukunft gehandelt – verkaufen sich gemäss Zahlen von IDC seit über drei Jahren immer schlechter. Der weltweite Markt für Laptops und klassische PCs schwächelt schon länger und wird auch im laufenden Jahr schrumpfen, wie die Marktforscher von Gartner schätzen. Nur eine Geräteklasse sei derzeit im Aufwind: ultramobile Laptops im hohen Preissegment. Diese dürften 2018 häufiger die Fabriken verlassen als noch im Vorjahr. Bei allen übrigen Rechnern zeigen die Verkaufstrends laut Gartner nach unten.

Die Marktforscher erklären dies durch die steigenden Preise für Arbeitsspeicher: "Die Kosten für DRAM haben sich seit Juni 2016 verdoppelt. PC-Händler erhöhten deswegen schrittweise ihre Preise", schreibt Ranjit Atwal, Research Director bei Gartner, in einer Mitteilung. Dieser Trend dürfte sich 2018 fortsetzen.

(Source: GfK Switzerland)

Der Schweizer Laptop-Markt holt Luft

Auch in der Schweiz harzt das Geschäft mit Computern und Tablets. Von 2012 bis 2016 ging es mit den Umsätzen insgesamt bergab, wie die Gesamtmarktschätzung von GfK Switzerland belegt. Doch im vergangenen Jahr drehte der Wind: Desktop-PCs gingen wieder häufiger über die Ladentheke. Insbesondere Gaming-PCs verkauften sich gemäss GfK besser als im Vorjahr. Und mit Notebooks konnten hiesige Händler 2017 sogar steigende Umsätze verbuchen. Fast 10 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus den Zahlen von GfK hervorgeht.

(Source: GfK Switzerland)

Zwar schrumpften die Verkaufszahlen von Notebooks 2017 weiter, dies aber deutlich langsamer als in den Vorjahren. Zudem seien die Durchschnittspreise unter anderem aufgrund höherer Komponentenpreise gestiegen. "Der positive Trend erklärt sich einerseits durch die gestiegene Nachfrage nach Produkten aus dem gehobenen Preissegment und andererseits durch das B2B-Geschäft, das 2017 zulegte", erklärt GfK-Analyst Luca Giuriato.

2018 könnte sich der Notebook-Markt auf diesem Niveau einpendeln. GfK schätzt, dass die Verkaufszahlen im Notebook-Segment abermals sinken. Die Umsätze dürften jedoch leicht ansteigen. Allerdings nur dann, wenn die Nachfrage nach High-End-Notebooks weiter steigt.

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