Deal mit Nachspiel

Brainloop wechselt Besitzer

Uhr | Aktualisiert

Brainloop geht in die Hände der US-amerikanischen Firma Diligent Corporation. Der Name Brainloop soll bleiben. Doch das Geschäftsmodell des Anbieters von sicherer Kommunikation gerät durch den Deal in Bedrängnis.

(Source: Doc RaBe / Fotolia.com)
(Source: Doc RaBe / Fotolia.com)

Brainloop ist nicht mehr selbstständig. Der Münchner Anbieter von Collaboration- und Filesharing-Lösungen ging in die Hände der US-amerikanischen Firma Diligent Corporation. Diese bietet – ähnlich wie Brainloop – Software für den sicheren Austausch von Dokumenten auf Führungsebene an, wie "Heise.de" berichtet.

Das Unternehmen wolle Brainloop zu seiner Europa-Zentrale machen, heisst es im Bericht. Der Markenname solle erhalten bleiben. Zu den finanziellen Details des Deals hätten die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

Ein Einfallstor für US-Behörden

Es sei fraglich, schreibt "Heise" weiter, ob Brainloop nach der Übernahme weiterhin die Daten seiner Kunden vor neugierigen Blicken der US-Behörden schützen könne. Denn ein seit März geltendes Gesetz könnte Brainloops Versprechen, nur der Kunde könne seine Daten entschlüsseln, zunichte machen. Der sogenannte Cloud Act verpflichtet US-amerikanische IT-Dienstleister, den Behörden auch dann Zugriff auf Daten zu gewährleisten, wenn diese ausserhalb der USA liegen.

Brainloop unterhält auch eine Niederlassung in der Schweiz. Seit rund einem Jahr bedient das Unternehmen etwa den hiesigen Anbieter von Backoffice-Services Finanz-Logistik sowie zwei seiner Bankenkunden.

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