Was Kunden wollen

Was IT-Partner von Concordia vermeiden sollten

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von Coen Kaat

Wie viel IT ist nötig, damit ein Versicherer sicher versichern kann? Stefan Pleisch, CIO des auf Kranken- und Unfall­versicherungen spezialisierten Konzerns Concordia, kennt die Antwort. Im Interview sagt er, worauf IT-Partner achten und was sie vermeiden sollten.

Stefan Pleisch, CIO Concordia. (Source: ZVG)
Stefan Pleisch, CIO Concordia. (Source: ZVG)

Was beinhaltet Ihre tägliche Arbeit und wo kommen Sie mit IT-Dienstleistern in Berührung?

Stefan Pleisch: Die tägliche Arbeit bei Concordia ist sehr abwechslungsreich und reicht von der Steuerung der IT über strategische Themen zu Führungsthemen. Als CIO beschäftige ich mich auch intensiv mit dem Thema der Digitalisierung und den Chancen und Herausforderungen, die sich dadurch für Concordia ergeben. Dies geschieht in engem Austausch mit den einzelnen Fachbereichen. In der heutigen sich schnell verändernden IT-Welt und der steigenden Komplexität und Abhängigkeiten ist es wichtig, über ein gutes Netz von Partnern zu verfügen. Diese helfen uns, neue Vorhaben umzusetzen und unterstützen uns punktuell im Betrieb der IT Infrastruktur.

 

Welches sind die drei wichtigsten Eigenschaften, die Ihre IT-Dienstleister mitbringen müssen?

Kompetenz, Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz. Mit unseren IT-Dienstleistern streben wir eine partnerschaftliche Zusammenarbeit an.

 

Was sollten (potenzielle) IT-Partner tunlichst vermeiden?

Intransparenz. Wir erwarten Offenheit und Transparenz, das heisst, dass potenzielle Probleme frühzeitig angesprochen werden.

 

Wie kaufen Sie IT-Hardware und Software ein?

Grundsätzlich streben wir an, komplette Lösungen für unsere Anforderungen einzukaufen, inklusive Support und Wartung. In bestimmten Bereichen beziehen wir auch nur die IT-Hardware und -Software und leisten die Inte­gration und Anpassungen zur Lösung selbst. Die eigent­liche Beschaffung geschieht je nach Situation direkt beim Hersteller oder via Händler.

 

Welche Bereiche Ihrer Unternehmens-IT haben Sie aus­gelagert, und welche würden Sie nie auslagern?

Concordia betreibt im Grundsatz seine IT selbst und lässt nur in ausgewählten Themenbereichen die Applikationen durch ausgewiesene Unternehmen in unterschiedlichen Ausprägungen (Services) betreiben. In aller Regel wird Concordia in Projekten und im Tagesgeschäft punktuell von externen Partnern unterstützt. Bereiche und Anwendungen, welche die Kernprozesse eines Krankenversicherers abbilden, werden wir nicht auslagern. Hier ist es uns wichtig, dass wir die Prozesse End-to-End kontrollieren können und damit auch durchgängig die Qualität und Prozesseffizienz sicherstellen können. Als Krankenversicherer verwalten wir sensitive Daten unserer Versicherten. Diese gilt es zu schützen und deshalb werden wir solche Daten nicht auslagern.

 

Was werden in der nächsten Zeit die grössten technischen Herausforderungen im Bereich IT für Sie sein?

Ein sehr wichtiges Thema aktuell und auch in Zukunft ist Cybersecurity. Angesichts der sich ständig ändernden und aktuell steigenden Bedrohungslage nimmt die Bedeutung zu. Hinzu kommt die Herausforderung, mit den sich immer schneller entwickelnden neuen Anforderungen und Technologien Schritt zu halten. Hier geht es in erster Linie darum, zu eruieren, ob und in welchem Rahmen diese sinnvoll für Concordia sind und wie diese eingesetzt werden können. Hier sehe ich auch eine steigende Bedeutung für den Bereich IT, als Berater für neue Technologien und deren Einsatz gegenüber den Fachbereichen aufzutreten.

 

Welche Rolle spielen Cloud, IoT, KI, Cybersecurity in Ihrer IT-Strategie?

Als Krankenversicherer ist der Schutz der Daten unserer Versicherten absolut zentral. Cybersecurity ist deshalb eines der Kernthemen in der IT-Strategie und nimmt auch im operativen Geschäft einen hohen Stellenwert ein. Datenschutz und Sicherheit sind mitunter zwei der zentralen Rahmenbedingungen, die den Einsatz der Cloud bei Concordia massgeblich definieren. Wir sind aktuell daran, eine Cloud-Strategie zu entwickeln, die definiert, wie und welche Art von Cloud (private, public, hybride Formen) für welche Szenarien eingesetzt werden können. Grundsätzliches Ziel ist es, mithilfe der Cloud Spitzen im Ressourcenbedarf zu decken und Kosten zu sparen. Es zeichnet sich aktuell ab, dass hybride Cloud-Szenarien am sinnvollsten sein werden. IoT und KI sind Themen, die wir aktiv verfolgen, um unsere Geschäftsprozesse und damit die Dienstleistungen gegenüber dem Versicherten zu optimieren.

 

Wie können IT-Dienstleister Sie dabei unterstützen?

IT-Dienstleister bringen Kompetenzen und Erfahrungen aus Projekten bei anderen Kunden mit, die uns helfen, schneller und effizienter zu optimalen Lösungen zu kommen. Je nach Grösse des Lieferanten haben sie auch die notwendigen personellen Ressourcen und können bei Bedarf skalieren, was eine schnelle Umsetzung und dadurch eine schnelle Time-to-Market ermöglicht.

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DPF8_106698

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