Verkaufsverhandlungen

Update: Sunrise will UPC für 6,3 Milliarden Franken kaufen

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Liberty Global könnte UPC Schweiz an Sunrise verkaufen. Sunrise bestätigte nun, dass entsprechende Gespräche bereits fortgeschritten sind und gab den Kaufpreis für UPC bekannt.

Sunrise-CEO Olaf Swantee. (Source: Netzmedien)
Sunrise-CEO Olaf Swantee. (Source: Netzmedien)

Update vom 27.2.2019

Sunrise hat sich zur möglichen Übernahme von UPC geäussert. Der Telko bestätigte, dass sich die Verkaufsgespräche zwischen der UPC-Muttergesellschaft Liberty Global und Sunrise in einem "fortgeschrittenen Stadium" befänden. Beobachter schätzten den Unternehmenswert von UPC auf 6 bis 7 Millarden Franken und lagen damit richtig. Wie Sunrise mitteilt, beträgt der Kaufpreis 6,3 Milliarden Franken.

Update vom 5.2.2019: Freenet hat auf Nachfrage von Reuters bestätigt, dass die Firma von den Gesprächen zwischen Sunrise und Liberty Global weiss. Der grösste Einzelaktionär von Sunrise begrüsse die Zusammenarbeit und wäre unter Umständen einverstanden mit einem Deal. Freenet gehören 24,6 Prozent von Sunrise.

Wie "Finanz und Wirtschaft" berichtet, bestätigte auch Sunrise die Kaufverhandlungen. Als Kaufpreis stünden 6 bis 7 Milliarden Franken im Raum, so die Einschätzung von Beobachtern.

Originalmeldung vom 4.2.2019: Liberty Global erwägt den Verkauf seiner Tochterfirma UPC Schweiz. Das Unternehmen mit Sitz in London, Amsterdam und Denver stehe dazu in "fortgeschrittenen Gesprächen" mit Sunrise, schreibt "Golem.de" unter Berufung auf einen Artikel der "Financial Times". UPC Schweiz kommentierte den Medienbericht auf Anfrage nicht. Sunrise und Freenet waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Der Plan überrasche, denn bislang sei die Branche davon ausgegangen, dass sich Liberty Global selbst für Sunrise interessiere. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass von einer Übernahme von UPC durch Schweizer Telkos die Rede ist. Ende 2017 waren sowohl Swisscom, Sunrise und Salt im Gespräch. Mehr dazu erfahren Sie hier. Die Gespräche seien aber stets gescheitert, schreibt Golem.

Der grösste Aktionär von Sunrise ist die deutsche Freenet, wie es im Bericht weiter heisst. UPC als grösster Kabelnetzbetreiber der Schweiz betreibe bislang kein eigenes Mobilfunknetz, sondern kaufe diese Leistung bei einem der drei Schweizer Mobilfunkinfrastruktur-Betreiber ein. Im Januar 2018 gab UPC bekannt, vom Netz von Salt auf jenes der Swisscom zu wechseln.

Verkaufsmarathon

Liberty Global trennt sich aktuell von seinen europäischen Tochterfirmen. Im Dezember 2017 verkaufte das Unternehmen den österreichischen Kabelnetzbetreiber UPC Austria an T-Mobile Austria. Im Mai 2018 übernahm Vodafone von Liberty Global die Kabelnetze in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien. Das niederländische Kabelgeschäft wurde laut Golem mit dem Mobilfunkgeschäft von Vodafone zu VodafoneZiggo zusammengeführt.

Es ist noch keineswegs sicher, ob diese Übernahme zustande kommt. Eine an den Gesprächen beteiligte Person gab laut Golem zu Bedenken, dass die Verhandlungen einmal mehr scheitern könnten. Der Druck auf Liberty Global sei allerdings gross. Das Unternehmen kämpfe mit einer hohen Schuldenlast.

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